Trockner und Stromverbrauch: Sind sie wirklich Stromfresser?

Ein Wäschetrockner ist als ultimativer Stromfresser bekannt. Trotzdem besitzen im deutschsprachigen Raum fast die Hälfte aller Haushalte den praktischen und fast unverzichtbaren Helfer für das Trocknen der Wäsche. Vor allem ab Herbst, wenn die Wäsche draußen nicht mehr so trocknet wie in den Sommermonaten, ist das Gerät ein gern gesehener Gast in der Waschküche. Der Stromverbrauch beim Trockner lässt bei vielen jedoch Zweifel aufkommen.

Stimmen nun die Gruselgeschichten rund um horrende Stromrechnungen nach der eifrigen Benutzung des Trockengeräts? Nun ja: Wäschetrockner verbrauchen in der Tat sehr viel Strom. Mit einer hohen Energieeffizienzklasse lässt sich aber mittel- und langfristig einiges einsparen – und wir zeigen Ihnen wie.

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Stromverbrauch beim Trockner: Diese Arten gibt es

Nicht immer ist klar, welches Gerät tatsächlich wie viel Strom verbraucht. Natürlich hängt der Verbrauch maßgeblich vom Alter und Typ des Gerätes ab. Ältere Geräte, die meist gleichzeitig in der Energieeffizienzklasse C liegen, verbrauchen zwischen 4,1 und 4,4 kWh pro Trockengang. Auf einen Zeitraum von 10 Jahren entspricht das Stromkosten von rund 900 bis 1200 Euro.

Ein Gerät in der Energieeffizienzklasse A hingegen verbraucht hingegen nur rund 2,4 kWh pro Gang, ein modernes Gerät in der höchst möglichen Klasse A+++ sogar nur etwa 1,45 kWh. Damit würden die Stromkosten im gleichen Zeitraum bei 350 bis 700 Euro liegen. Schnell ist also klar, dass sich ein energieeffizienteres Gerät bereits nach wenigen Jahren auszahlt, wenn es auch es im Ankauf etwas teurer ist.

Beim Typ unterscheidet man grundsätzlich zwischen Geräten mit Wärmepumpentechnologie und Abluft-Wäschetrocknern. Letzere sind günstig in der Anschaffung, verbrauchen aber deutlich mehr Energie und liegen zwischen 3,3 und 3,8 kWh Verbrauch. Am teuersten kommt ein Kondensationstrockner: Dieser schlägt mit etwa 3,6 bis 4,4 kWh zu Buche.

Stromverbrauch beim Trockner: Ist er ein Stromfresser?

Im Großen und Ganzen Sind Wäschetrockner, auch wenn es sich um energieeffiziente Modelle handelt, intensive Stromverbraucher. Das liegt am Wärmebedarf des Gerätes. Die Wärme ist notwendig, um der nassen Wäsche die Feuchtigkeit zu entziehen. Am sparsamsten unter den Trocknern ist der Kondensationstrockner mit Wärmepumpe. Dieser liegt bei einem Verbrauch von von etwa 1,6 bis 2,6 kWh. Insgesamt werden bei den Energieeffizienzklassen die Klassen D bis A+++ angeboten, von schlecht bis sehr gut.

Die große Frage ist nun: Wie kann man beim Wäschetrockner den Komfort nutzen, ohne beim Blick auf die Jahresabrechnung einen Schock zu bekommen?

Folgende Tipps sollten Sie beachten:

  • Ordentlich anfüllen: Ein nur halb gefüllter Trockner verbraucht unnötig Energie. Stellen Sie immer sicher, dass der Wäschetrockner randvoll beladen ist und so effizient genutzt wird.
  • Ordentlich schleudern: Der Schleudergang in der Waschmaschine sollte immer mit hoher Drehzahl laufen. So wird der Wäsche die Nässe effektiv entzogen, was dem Trockner viel Arbeit erspart. Zu nasse Wäsche im Trockner erhöht den Energiewaufwand immens.
  • Ordentlich putzen: Die Siebe im Wäschetrockner sollten stets sauber sein, um ein effizientes Arbeiten zu gewährleisten.
  • Energiesparmodus nutzen: Fast alle modernen Trockner verfügen über einen Energiespar- oder „Eco“-Modus. Diese helfen Ihnen automatisch dabei, den Stromverbrauch niedrig zu halten.
  • Teurere Anschaffungskosten sparen Geld auf lange Sicht: Bereits nach wenigen Jahren ist der höhere Anschaffungspreis eines Gerätes in der Regel hereingeholt, wenn man den Energieaufwand mit einem billigen, aber ineffizienten Gerät vergleicht. Setzen Sie daher auf eine hohe Energieeffizienzklasse.

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