Energiekosten sparen im Haushalt: Neun hilfreiche Tipps

Die Kosten für Energie steigen stetig und sorgen dafür, dass Nutzer einen strengen Blick auf ihren Energieverbrauch werfen müssen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Kosten bald wieder sinken werden, ist sehr gering. Stromsparen kann sich direkt auf Ihre finanzielle Situation auswirken und Sie so stark entlasten und vor hohen Nachzahlungen bewahren.

Doch an welchen Stellen können Sie Strom sparen? Was müssen Sie beachten? In diesem Artikel zeigen wir Ihnen einige Tipps und Tricks, mit denen Sie ohne großen Aufwand die Energiekosten Ihres Haushalts senken können.

Wo im Haushalt können Sie Energiekosten sparen?

Grundsätzlich können Sie überall im Haushalt Strom sparen. Ob in der Küche, im Waschraum, bei der Beleuchtung oder Unterhaltung. Bereits mit kleinen Veränderungen im Haushalt können Sie hohe Einsparungen erzielen. In erster Linie gilt es jedoch herauszufinden, welche Stromfresser Ihren Verbrauch in die Höhe treiben.

Wie finde ich Energiefresser im Haushalt?

Es ist ratsam, sogenannte Energiefresser im Haushalt direkt zu eliminieren. Typische Stromfresser sind:

  • Elektroherd
  • Kühl- und Gefrierschrank
  • Geschirrspüler
  • Waschmaschine und Trockner
  • Heizungspumpe
  • Unterhaltungselektronik

Bei Großgeräten ist es ratsam, nach einer Nutzungsdauer von 10 bis 15 Jahren auszurechnen, ob sich ein Neukauf für Sie lohnt. Den jeweiligen Verbrauch können Sie ganz einfach mit einem Strommessgerät überprüfen. In der Regel können diese in verschiedenen Beratungsstellen und Baumärkten ausgeliehen werden. Anschließend vergleichen Sie den gemessenen Verbrauch mit dem Verbrauch eines Neugeräts und finden so heraus, welche Geräte ersetzt werden sollten. Lesen Sie hier, wie ein Strommessgerät richtig zu verwenden ist.

Doch auch ausgeschaltete Elektrogeräte entpuppen sich häufig als heimliche Stromfresser. Haben Sie kein Messgerät zur Hand, können Sie diese auch ganz einfach enttarnen: Fühlen Sie, ob das Netzteil eines Geräts warm ist, auch wenn das Gerät selbst ausgeschaltet ist. Wenn ja, verbraucht es weiterhin Strom. Häufig trifft dies bei Steh- und Schreibtischlampen, Laptops oder anderen Bürogeräten zu. Auch wenn der Verbrauch Ihnen gering erscheint, kann es sich aufs Jahr hochgerechnet lohnen, öfter mal den Stecker zu ziehen.

Strom sparen im Stand-by-Modus?

Wenn Sie denken, dass Sie über die Stand-by-Funktion Ihrer Geräte Energiekosten sparen können, müssen wir Sie leider enttäuschen. Denn trotz aktiviertem Stand-by-Modus verbrauchen die Geräte weiterhin Strom, wenn auch nur wenig: Laut aktueller EU-Vorgabe darf die Stand-by-Leistung neuerer Geräte nur noch bis zu 0,5 Watt betragen.

Diese Obergrenze gilt jedoch nicht für Geräte, die mit einem Netzwerk verbunden sind, weshalb sich das Abschalten hier besonders lohnt.

Energiekosten sparen im Haushalt – 9 einfache Tipps

Bereits kleine Veränderungen können eine große Wirkung erzielen, wenn es um Stromsparmaßnahmen geht. Hierfür sind nicht gleich bauliche Maßnahmen notwendig. Mit folgenden Tipps können Sie die Energiekosten in Ihrem Haushalt gezielt senken:

1. Fernseher ausschalten

Fast in jedem Haushalt läuft es gleich ab: Der Fernseher wird nicht vollständig abgeschaltet, sondern bleibt im Stand-by-Modus. Verschiedene Berechnungen ergeben, dass Sie rund 18,00 € im Jahr sparen können, wenn Sie Ihren TV ausschalten, der ansonsten 20 Stunden pro Tag im Stand-by-Modus läuft.

2. Stand-by und „heimlichen“ Betrieb vermeiden

Verwenden Sie Verteilersteckdosen mit integriertem Ausschalter und schalten Sie diese aus, wenn die Geräte nicht gebraucht werden. So wird verhindert, dass ungenutzte Geräte weiterhin Strom verbrauchen, selbst wenn es sich nur um kleine Mengen handelt. Aufs Jahr gerechnet, kann dieses Abschalten einen entscheidenden Unterschied machen.

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Mit einer Mehrfachsteckdose können Sie im Alltag gezielt Strom sparen und den Energieverbrauch senken.

3. Stromsparen im Bad: energiesparend Waschen

Moderne Waschmaschinen und Waschmittel haben den Vorteil, dass es in der Regel ausreicht, Ihre Wäsche bei 40 °C zu waschen. Wenn Sie diese im Anschluss an der Luft trocknen lassen, sparen Sie zusätzlich Energiekosten für den alternativ laufenden Trockner. Als Bonus kann ein Wäscheständer das Raumklima verbessern.

4. Falten statt Bügeln

Der Stromverbrauch beim Bügeln wird oft völlig unterschätzt. Es ist daher ratsam, nur Kleidungsstücke zu bügeln, bei denen es tatsächlich notwendig ist. Für die letzten Kleidungsstücke pro Durchgang können Sie das Bügeleisen außerdem früher vom Strom nehmen und mit der verbleibenden Restwärme bügeln.

5. Energiesparend Wasser kochen

Für schnelles und energiesparendes Kochen sollten Sie Ihren Topf stets mit Deckel und auf der richtigen Kochplatte verwenden. Zusätzlich gilt: kleines Gerät – geringer Verbrauch. Im Vergleich zum Kochtopf können Sie mit dem Einsatz eines Wasserkochers Strom sparen.

6. Geschirrspüler energiesparend nutzen

Verzichten müssen Sie auf Ihren Geschirrspüler nicht. Um diesen jedoch möglichst energiesparend zu nutzen, sollten Sie Folgendes beachten: Nutzen Sie den Platz voll aus und stellen Sie den Geschirrspüler nur an, wenn er voll ist. Verwenden Sie obendrein, wenn vorhanden, Umweltprogramme (z.B. ECO). So können Sie zusätzlich zum Strom auch Wasser sparen.

7. Energiespartipps für den Kühlschrank

Vorab gilt: Achten Sie beim Kauf eines neuen Geräts die Energieeffizienzklasse. Diese gibt Auskunft über den Energieverbrauch.

Smart Home Heizkosten sparenFoto: schulzfoto / stock.adobe.com
Je besser die Energieeffizienzklasse der verschiedenen Elektro- und Haushaltsgeräte, desto mehr können Sie sparen.

Kleinigkeiten machen den Unterschied: Vom Abendessen sind noch Reste übrig, welche Sie im Kühlschrank aufbewahren wollen? Lassen Sie diese immer erst abkühlen. Auch der Blick aufs Thermometer lohnt sind: Eine Kühltemperatur von 7 °C ist völlig ausreichend. Ist Ihr Kühlschrank kälter eingestellt, sollten Sie die Temperatur anpassen. Vermeiden Sie zudem häufiges und langes Öffnen der Kühlschranktür und stellen Sie den Kühlschrank nicht in die Nähe von Geräten oder gar Heizkörpern, die Wärme abstrahlen. Jedes Mal, wenn Ihr Kühlschrank die Temperatur ausgleichen muss, verbraucht er Energie.

8. Energiesparen mit der richtigen Beleuchtung

Das Licht ist einer der Punkte, an dem Sie die meisten Energiekosten sparen können. Schalten Sie das Licht aus, wenn Sie den Raum verlassen oder es nicht dringend benötigen. Nutzen Sie die Beleuchtung nur dort, wo Sie sich gerade aufhalten, ansonsten läuft der Stromzähler unnötig weiter.

Für Räume, in denen Sie sich in der Regel nur kurzzeitig aufhalten, kann es sinnvoll sein, Bewegungsmelder zu installieren. So schaltet sich das Licht bereits nach kurzer Zeit automatisch wieder ab.

Nicht nur sparsamer: Der Umstieg von Leuchtstoffröhren auf LED-Röhren bietet weitere Vorteile.Foto: silentalex88 / stock.adobe.com
Nicht nur sparsamer: Der Umstieg von Leuchtstoffröhren auf LED-Röhren bietet weitere Vorteile.

Ein weiterer Punkt, mit dem Sie den Energieverbrauch in Ihrem Haushalt senken können, ist der Einsatz des richtigen Leuchtmittels. Ersetzen Sie Leuchtstoffröhrchen und Energiesparlampen durch sparsame LEDs. Diese verbrauchen bis zu 90 % weniger Strom als herkömmliche Glüh- und Halogenlampen und sind in allen Formen und Fassungen erhältlich.

Hochwertige LED-Leuchtmittel finden Sie Ledonline.de, die sich auf Beleuchtungen mit hoher Qualität spezialisiert haben.

Aber auch bei LED-Lampen gibt es Modelle, die sparsamer sind, als andere. Lesen Sie dazu folgenden Ratgeber: Energiesparlampe oder LED – das sind die Unterschiede

9. Photovoltaikanlagen zur Senkung der Energiekosten

Photovoltaik Anlage, PV-AnlageFoto: Marco2811 / stock.adobe.com
Wer es sich finanziell leisten kann, investiert am besten in eine Photovoltaik-Anlage.

In vielen Bundesländern gelten bereits jetzt oder in naher Zukunft neue Richtlinien, die Auskunft darüber geben, wann bei Neubauten und Sanierungen eine Solaranlage installiert werden muss. Auch wenn Kauf und Installation einer Solaranlage im ersten Moment mit Kosten verbunden sind, so sind diese eine gute Möglichkeit Ihre Energiekosten langfristig zu senken.

Unterschieden wird hierbei in folgende Anlagen:

  • Photovoltaik: Die Kraft der Sonne wird in elektrischen Strom umgewandelt, der anschließend im Haus genutzt werden kann.
  • Solarthermie: Diese fängt die Sonnenstrahlen ein, wodurch sich die Flüssigkeit in den dünnen Rohren erhitzt. Die erzeugte Wärme kann anschließend direkt genutzt werden, weshalb Solarthermie in der Regel mit der Heizung gekoppelt werden.

Für kleineres Geld kann man anfangs auch erst in eine Mini-Solaranlage oder ein Balkonkraftwerk investieren. Hier sind die Kosten deutlich geringer, als bei einer großen PV-Anlage. Weitere Informationen finden Sie hier:

Fazit

Die Energiekrise geht an kaum einem Haushalt so einfach vorbei. Die Preise für Strom steigen stetig und werden ihr ursprüngliches Niveau wohl nicht mehr erreichen. Mit unseren Tipps können Sie effizient Strom und somit Geld sparen. Dies ist bereits ohne größere Investitionen möglich, wobei die Installation einer Photovoltaikanlage Ihnen hohe Einsparungen und vor allem eine gewisse Unabhängigkeit bietet.

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