Montag, 21. Juni 2021
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Fassadenplatten aus Faserzement: Diese Dinge müssen Sie wissen

Fassadenplatten aus Faserzement

Verkleidungen für die Hausfassade mit Fassadenplatten aus Faserzement haben in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass ihr Haupteinsatzgebiet jener der vorgehängten hinterlüfteten Fassade ist. Dabei montiert man die Platten auf einer Unterkonstruktion.

Welchen Vorteil Faserzementplatten im Vergleich zu anderen Materialien bieten und was beim Anbringen an der Fassade sonst noch zu beachten ist, zeigen wir Ihnen in dieser praktischen Übersicht.

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Fassadenplatten aus Faserzement
So sehen die meisten Fassaden aus Faserzement heute aus.

Fassadenplatten aus Faserzement: Das kann der Baustoff

Platten aus Faserzement bestehen im Wesentlichen aus Zellulose und Zement und sind weitgehend unter dem Namen Eternit bekannt. Was vielen Bauherren hier sofort in den Sinn kommt, ist Asbest. Und tatsächlich: Bis in die 70er Jahre hat man bei der Herstellung dieser Platten Asbestfasern zur Stabilisierung verwendet – und diese waren krebserregend.

Doch das ist längst vorbei: Diese Fasern sind heute synthetisch und organisch und bestehen aus Polyvinylalkohol. Die Platten selbst bestehen aus einer Verbindung von Zement, Wasser und der enthaltenen Faserarmierung.

Die Dicke der Faserzementplatten beträgt in der Regel sechs bis zwölf Millimeter. Die Oberflächen sind entweder glatt oder körnig und man kann sie entweder matt lasieren oder kräftig deckend beschichten. Die farblichen Variationen sind riesig: Dem kreativen Spielraum sind also keine Grenzen gesetzt.

Faserzementplatten für VHF

Die häufigste Verwendung von Faserzementplatten ist jene als vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF). Warum, ist einfach erklärt: Die VHF ist am besten geeignet, um eindringende Feuchtigkeit und Tauwasser abzuleiten. Daneben gibt es noch die Einsatzart als Pfosten-Riegel-Konstruktionen oder Stülpschalungen mit kleinformatigen Platten.

Hier montiert man die Platten auf eine vorhandene Unterkonstruktion, die als statisches Bindeglied zwischen der tragenden Außenwand und den Platten fungiert. Als Werkstoffe für die Konstruktion kommen hier Aluminium, Edelstahl oder Holz zum Einsatz. Durchgesetzt haben sich jedoch primär Unterkonstruktionen aus Aluminium.

Der große Vorteil der VHF: Im Zwischenraum kann die Luft von unten nach oben zirkulieren und sorgt so für umfassenden Schutz vor Feuchtigkeit. Die VFL ist deshalb besonders diffusionsoffen.

Fassadenplatten aus Faserzement: Die Vorteile

Die Liste der Vorteile ist lang und als einziger großer Nachteil im Vergleich zu anderen Lösungen ist hier der Preis zu nennen.

  • Öko-Pluspunkt: Faserzementplatten bestehen zum Großteil aus natürlichen, mineralischen Rohstoffen sowie recycelten Prozessfasern.
  • Langlebigkeit: Faserzementplatten haben eine Lebensdauer von über 40 Jahren, stehen also für Nachhaltigkeit.
  • Brennbarkeit: Fassadenverkleidungen aus Faserzement schmelzen und brennen nicht. Im Brandfall entstehen also auch keine Schadstoffe.
  • Witterungsfestigkeit: Fassadenverkleidungen aus Faserzement sind sehr widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse (Hagel etc.).
  • Lärmschutz: Die sehr guten Schalldämmwerte von Fassadenverkleidungen aus Faserzement sorgen für ein ruhiges und angenehmes Wohnklima.
  • Feuchtigkeitsregulation: Fassadenverkleidung aus Faserzement sind wasserdicht, aber gleichzeitig dampfdiffusionsoffen.

Preis technisch bewegt man sich bei Faserzementplatten dabei in einem sehr weiten Spektrum. So sind manche Platten – nur das Material – bereits ab 10 bis 20 Euro pro Quadratmeter zu haben. Für eine qualitativ gute Platte sind jedoch rund 50 Euro zu kalkulieren.

Als vorgehängte hinterlüftete Fassade realisiert und für das ganze System fertig montiert, ist inklusive Dämmung und Fugenteilung ein Quadratmeterpreis von etwa 200 Euro einzuplanen.

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