Samstag, 19. Juni 2021
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Ölfarbe entfernen: So werden Sie den alten Anstrich wieder los

Ölfarbe entfernen mit Spachtel
Ölfarbe lässt sich auch mit einer Spachtel entfernen.

Ölfarbe wird zwar nicht mehr besonders oft verwendet, hier und da findet sie aber doch noch ihren Weg auf eine kreativ gestrichene Wohn- oder Schlafzimmerwand. Die Ölfarbe zu entfernen bereitet allerdings nicht so viel Freude wie das vorherige Benutzen des schmierigen Anstrichs. 

Bei der Entfernung von Ölfarbe müssen deshalb etwas “schwerere Geschütze” aufgefahren werden. So leicht wie bei der Dispersionsfarbe oder normaler Farbe geht das hier leider nicht.

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Ölfarbe auf Wänden: Überstreichen hilft

Hat Ölfarbe aus irgendeinem Grund – sei es die kreative Entfaltung eines Familienmitglieds oder ein Überbleibsel vom Vormieter – ihren Weg auf eine Wand gefunden, dann gehört etwas Arbeit dazu, um sie wegzubekommen.

Einfach weg machen ist echt viel Arbeit. Daher sollte die Farbe übermalt werden. Das geht aber nur, wenn die alte Farbe nicht zu dunkel ist. Dazu wird die Wand zunächst ordentlich angeraut. Am besten eignet sich hier eine nicht zu grobe Drahtbürste. Alternativ können Sie auch Schleifpapier mit einer Körnung zwischen 40 und 60 verwenden.

Drahtbürste
Die Drahtbürste eignet sich optimal zum Entfernen von Farbe und Farbresten.

Anschließend überstreichen Sie die Fläche mit der eigentlichen Wandfarbe. Achtung: Hier müssen Sie vorher unbedingt Haftgrund auftragen! Ansonsten kann es sein, dass der Neuanstrich einfach nicht hält. Ist nach dem ersten Streichvorgang noch immer Ölfarbe zu erkennen, dann überstreichen Sie den Bereich ein zweites Mal.

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Haftgrund
Der Haftgrund eignet sich sowohl für saugfähige, als auch für nichtsaugfähige Untergründe. Es eignet sich optimal dafür, um neue Farbe auf altem Hintergrund zu übermalen.

Ölfarbe entfernen: Dunkle Farbe muss entfernt werden

Dunkle Ölfarben können Sie aber selbst mit mehrfachem Überstreichen nicht verdecken. Hier hilft nur noch eine gänzliche Entfernung! Eine Möglichkeit ist das Verwenden einer Beize oder Lauge, die die Farbe aufweicht und sie im Anschluss zum Abwisch freigibt. Allerdings setzen solche Mittel viele giftige Dämpfe frei, die das Tragen von Mundschutz, Schutzhandschuhen und Schutzbrille notwendig machen.

Ölfarbe entfernen mit Spachtel
Ölfarbe lässt sich auch mit einer Spachtel entfernen.

Praktischer ist hier auf jeden Fall ein Heißluftföhn. Sie erhitzen die Farbfläche, warten, bis sie Blasen wirft und kratzen die alte Farbe anschließend mit einer Spachtel ab. Alternativ können Sie den Belag auch einfach nur mit einer Spachtel herunter Kratzen. Nachteil dieser beider Verfahren: Sie entfernen auch den Putz mit, den Sie im Nachhinein neu verspachteln müssen. Mit “Spachtel only” wird sicherlich etwas mehr Putz abgehen, als mit dem Heißluftföhn.

Ölfarbe entfernen auf dem Boden: Terpentin

Falls Ölfarbe ihren Weg auf den Boden gefunden hat, dann greifen Sie lieber zu Terpentinöl. Tunken Sie einen Lappen, den Sie sonst für nichts mehr gebrauchen können, hinein und wischen sie damit über den Fleck. Terpentin ist hochprozentig und deshalb für die Entfernung bestens geeignet. Es sollte deshalb aber auch auf keinen Fall mit Hitze in Kontakt kommen: Entzündungsgefahr!

Wischen Sie den Boden danach gut mit einem Allesreiniger. Tipp: Teppiche und Kleidung sollten Sie nicht mit dem Lösungsmittel behandeln: Terpentin löst nämlich auch die Farbe aus den Textilien.

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