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Dispersionsfarbe streichen: Die Basics im Umgang mit dem Alleskönner

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Beim Kauf von Dispersionsfarbe sollten Sie neben Qualität und Preis auch auf eine ausreichende Deckkraft achten.

Dispersionsfarbe ist der der multifunktionale „Alleskönner“ unter den Wandfarben. Einer der größten Vorteile und Verwendungsgründe für Dispersionsfarbe beim Streichen ist die sehr kurze Trockenzeit. Dadurch lässt sie sich auch rasch wieder überstreichen. 

In der Regel trocknet Dispersion nach etwa vier Stunden, maximal fünf. Das hängt jedoch im Einzelfall von der Dicke der Schicht, dem bemalten Untergrund und natürlich der genauen Art der überstrichenen Farbe ab. Ein gut durchgelüfteter und beheizter Raum lässt Dispersionsfarbe übrigens noch schneller trocknen – das Wasser entweicht dem Farbmaterial viel rascher.

Generell sollten Sie beim Kauf von Dispersionsfarben auf die Deckkraft achten. Farben im sehr günstigen Preissegment benötigen oft mehrere Schichten für die gleiche Deckkraft. Das gesparte Geld war dann letztlich wieder zum Fenster hinausgeworfen.

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Streiche mit  Dispersionsfarbe: Das Überstreichen

Eine gut erhaltene Dispersionsfarbe ohne Schäden lässt sich meist ganz einfach neu überstreichen – ohne, dass ein Anrauen oder sonstige Vorarbeiten notwendig wären. Es kann hier einfach neu gestrichen werden.

Allerdings: Falls der neue Anstrich nicht auch Dispersionsfarbe sein soll, sondern eine andere Farbart wie etwa Silikatfarbe, dann sollten Sie sich vorher im Fachmarkt erkundigen, ob diese auf dem vorhandenen Grund auch hält.

Niemals schlicht überstreichen sollten Sie aber Dispersionsfarbe, die bereits abblättert. Der neue Anstrich würde darauf nicht haften. Der beschädigte Bereich muss entfernt und neu verspachtelt werden.

Dispersionsfarbe streichen: So wird sie verdünnt

Ein Verdünnen von Dispersionsfarbe ist nicht immer notwendig, aber oft. Besonders dann, wenn die Konsistenz der Farbe besonders dick ist. Vor dem Verdünnen sollten sie die Farbe gut durchrühren. Die richtige Farbe zeigt sich erst dann, wenn die Masse gut vermischt ist. Stand die Farbe länger im Keller oder in der Garage und ist sie nicht frisch aus dem Baumarkt, setzt sich das Bindemittel der Farbe an der Oberfläche ab.

Die ultimative Antwort drauf, ob ein Verdünnen notwendig ist, liefert ihnen ein einfacher Streichtest: Nutzen sie dafür von der Beschaffenheit her eine ähnliche Fläche wie die, die bestrichen werden soll.

Lässt sich die Farbe gut verteilen und füllt auch auf einem rauen Untergrund Unebenheiten perfekt aus, ist ein Verdünnen nicht mehr notwendig. Wenn nicht, kann etwas Wasser zur Farbe gegeben werden, aber immer nur sehr wenig am Stück. Ist der Untergrund besonders rau, dann nutzen sie am besten eine dafür ausgelegte Langflorrolle wie eine Lammfellwalze.

Wandfarbe und Raumklima

Diffusionsoffene Materialien geben bei Bedarf Feuchtigkeit ab oder nehmen sie auf. Es gibt deshalb Eigenheimbesitzern, denen diffusionsoffene Wände besonders wichtig sind. Nun stellt sich natürlich die Frage, ob diese durch Dispersionsfarbe eingeschränkt wird.

Dazu ist zu sagen, dass die Durchlässigkeit von Dispersion im mittleren Bereich liegt und nur noch sehr kleine Wassertropfen durchkommen. Eine deutlich höhere Durchlässigkeit haben Naturfarben aus Kalk oder Leim. Ist Ihnen die Diffusionsoffenheit wichtig, sollten sie auf diese Farben zurückgreifen.

Verwendung auf Holz

Ein Profi-Maler verwendet für Holz in der Regel Lackfarbe. Dazu wird das Holz geschliffen, grundiert und im Anschluss lackiert. Trotzdem ist es auch möglich, Holz mit Dispersionsfarbe zu streichen. Grund sind hier meist die deutlich geringeren Kosten.

Mehrere Nachteile bringt es trotzdem mit sich: So wird die Oberfläche bei weitem nicht so glatt wie bei einem Lackanstrich und die Gefahr, dass die Farbe zu schnell trocknet und im Nachhinein abblättert, ist wegen des stark saugenden Holzuntergrunds recht hoch.

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