Sandwichplatten für den Hallenbau

Kaum ein Material eignet sich so gut für den Hallenbau wie Sandwichplatten. Sie decken eine ganze Reihe an Vorteilen ab und lassen sich durch ihre einfache Montage schnell aufbauen.

Erfahren Sie, wieso Sandwichplatten für den Hallenbau zu den besten Optionen überhaupt gehören und welche einzigartigen Vorteile sie gegenüber anderen Bauweisen haben.

Der Aufbau von Sandwichplatten

Sandwichplatten bestehen aus mehreren Schichten unterschiedlicher Materialien, die fest miteinander verbunden sind. Die beidseitigen Deckschichten bestehen meistens aus sehr dünnem Stahl oder Aluminium, aber auch aus Verbundwerkstoffen wie GFK oder CFK, die dem Panel die nötige Stabilität verleiht.

SandwichplattenFoto: Vasiliy Ulyanov / stock.adobe.com
Foto: Vasiliy Ulyanov / stock.adobe.com

Zwischen den Deckschichten befindet sich ein Kernmaterial, das meistens aus harten Schaumstoffen wie Polyurethan, Polystyrol oder Mineralfasern besteht. Dieser Kern sorgt für Isolation, Steifigkeit und Gewichtseinsparung. Die Verbindung der Schichten erfolgt durch Kleben, Pressen oder Schäumen.

Je nach Wunscheigenschaften (z.B. gute Wärmedämmung oder Brandschutz) weisen die Paneele unterschiedliche Dicken auf. Sie werden im Werk zugeschnitten und bereits in der richtigen Länge angeliefert, sodass sie nur noch montiert werden müssen.

Warum Sandwichplatten für den Hallenbau die beste Option ist

Sandwichplatten bieten eine ganze Reihe an Vorteilen, die sie für den Hallenbau zu einer der besten Optionen macht.

  • Leicht und handlich: Sandwichplatten wiegen nicht viel und können deshalb leicht transportiert und montiert werden.
  • Schnelle Montage: Die etwa einen Meter breiten Sandwichplatten werden mit bis zu 14 Meter langen Elementen geliefert. Dadurch lassen sie sich sehr schnell verlegen. Vergleichbar mit dem Bau von Steinwänden lässt sich hier sehr viel Zeit einsparen.
  • Fertige Wände: Hauswände müssen oft mit mehreren Schichten verputzt und gestrichen werden. Bei Sandwichplatten fallen diese Arbeiten weg. Einmal angeschraubt, hat sich die Sache erledigt.
  • Keine Dämmung notwendig: Sandwichplatten sind bereits sehr gut gedämmt. Die Halle muss nicht zusätzlich nochmals gedämmt werden. Auch hier lässt sich sehr viel Zeit einsparen. Besonders die Wärme im Sommer halten die Platten sehr gut ab.
  • Dünne Wände: Sandwichplatten sind im Vergleich zu anderen Wänden eher dünn. Hier spart man also auch noch Platz.
  • Langlebig: Wird der Stahl nicht beschädigt, sind Sandwichplatten sehr langlebig und zeitlos.
  • Leicht zu bearbeiten: Sandwichplatten lassen sich leicht bearbeiten. Sie können leicht gekürzt oder gebohrt werden. Lesen Sie hier, welche Möglichkeiten es gibt, um Sandwichplatten zu schneiden.
  • Pflegeleicht: Sandwichplatten benötigen kaum Pflege. Kratzer, die sehr tief sind, können mit speziellem Lack leicht ausgebessert werden. Ansonsten reicht es vollkommen aus, die Fassade ab und an zu reinigen.
  • Leicht zu planen: Da Wände und Dach aus demselben Platten bestehen, fällt die Planung für so eine Halle deutlich leichter. Wände und Decken können bei demselben Hersteller bestellt werden. Einfacher gehts nicht.
  • Brandschutz: Sandwichplatten können auch als Brandwand eingesetzt werden und so die notwendigen Brandschutzanforderungen von Gebäuden erfüllen. Dafür sorgt der Schaum in den Platten, der eine Feuerwiderstandsdauer aufweisen kann oder muss.

Montage und Befestigung von Sandwichplatten

Geht es um die Montage der Sandwichplatten, muss hier nicht zwingend eine Firma beauftragt werden, da die Platten lediglich mit speziellen Schrauben in bestimmten Abständen angeschraubt werden müssen. Um die Elemente weiter oben zu befestigen, kann man ein Gerüst oder einen Hubsteiger mieten, mit dem man verschiedene Höhen erreichen kann. Das erleichtert die Montage der Platten enorm.

Die Berechnung der Schrauben übernimmt natürlich ein Ingenieursbüro oder ein Statiker, welcher auch vorgibt, welche und viele Schrauben und in welchen Abständen diese befestigt werden müssen.

Wichtig ist zum Beispiel auch die Verlegerichtung der Sandwichplatten (besonders auf dem Dach). Die Lasche sollte immer entgegen der Windrichtung liegen.

Sandwichplatten richtig verlegenFoto: bauenundsanieren.net
Foto: bauenundsanieren.net

Neben der einfachen Montage kann so eine Halle aus Sandwichplatten aber auch gut wieder demontiert werden, da die Paneele bei der Demontage ja nicht zerstört werden. Im Gegensatz zu einem massiven Gebäude können die Platten noch verkauft und gut transportiert werden. Man kann so eine Halle deshalb auch als eine kleine Wertanlage betrachten.

Ähnliche Beiträge

Beliebte Artikel

Schon gelesen?

Alarmsystem Haus

Alarmsysteme für Häuser: Alle Möglichkeiten im Überblick

Stellen Sie sich vor, Sie kommen nach einem langen Tag nach Hause, und das Erste, was Ihnen begegnet, ist ein Gefühl von Sicherheit und...
Holz spalten mit Axt

Wie man Brennholz richtig schneidet und spaltet | 5 Schritte

Ein prasselndes Kaminfeuer an einem kalten Wintertag ist ein wahres Wohlfühlerlebnis. Doch ohne die richtige Vorbereitung, wie auch das Schneiden und Spalten von Brennholz...
Frau liegend auf Matratze

Welche Matratze passt zu mir? Ein Ratgeber

Eine erholsame Nacht beginnt mit der richtigen Matratze. Sie ist nicht nur die Grundlage für einen tiefen und gesunden Schlaf, sondern spielt auch eine...
Kragarmtreppe

Die Kragarmtreppe: Definition, Kosten und Vorteile

In der Welt des modernen Wohn- und Geschäftsbauens spielt Ästhetik eine ebenso wichtige Rolle wie Funktionalität. Eine der eindrucksvollsten Möglichkeiten, beides zu verbinden, bietet...
Stabparkett verlegen

Parkett auf Fliesen verlegen: So geht’s

Kann man Parkett auf Fliesen verlegen? Ja, das geht. Hier sind aber einige Dinge beachten, weil es sonst zu Problemen kommen kann - vor...
DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner