Start Blog

Polygonalplatten: Darum ist dieser Baustoff so besonders

Polygonalplatten, Naturstein

Polygonalplatten sind vor allem als Bodenbelag im Garten beliebt. Zu Recht: Die Optik und Beständigkeit dieses Baustoffs ist einmalig. Doch das Verlegen erfolgt anders, als bei herkömmlichen Pflastersteinen.

Was Sie hier beachten müssen, haben wir in dieser Übersicht praktisch für Sie zusammengefasst.

Mehr zum Thema Wege im Garten:

Pflaster im Garten verlegen: Das sollten Sie darüber wissen

Gartenwege gestalten: Tipps zu Planung und Material

Was sind Polygonalplatten genau?

Ihren Namen haben die Polygonalplatten unübersehbar aufgrund ihrer mehreckigen Form. Sie sind Bruch- und Verschnittplatten aus Naturstein oder Keramik und unregelmäßig geformt. Teilweise werden sie auch im Haus verlegt, doch ihr Haupteinsatzgebiet ist der Garten. Im Garten verwendet man primär die Natursteinvariante mit einer bruchrauen Oberfläche. Je nach Material ist die Platte zwischen zwei und fünf Zentimeter dick und bis zu 45 Zentimeter lang.

Bei Polygonalplattenhandelt es sich um Reststücke. Dadurch ist keine Platte mit einer anderen identisch, auch nicht innerhalb einer Steinsorte. Form, Maserung und Farbe sind immer unterschiedlich. Die Verlegung gleicht ein bisschen einem Tetris-Spiel für Erwachsene: Man verlegt die Platten zu einem großen, einzigartigen Mosaik und gleicht die mehreckige Form mit breiten Fugen aus. Natürlich hat auch die Fugenbreite ihre Grenzen, doch der Spielraum beim Verlegen ist mit zwei Zentimetern ziemlich groß.

Die Verlegung ist sowohl in Sand oder Splitt, aber auch gebunden in einem Mörtelbett möglich. Letztere Variante ist aufwendiger, aber auch nachhaltiger: Denn die Fläche wird ebener und man hat zukünftig nicht mit Unkraut zu kämpfen. Bei der Terrasse sollten Sie auf alle Fälle verbunden verlegen: Dafür versiegelt man die Fläche und das Wasser kann nicht in den Boden sickern.

Den Unterbau bildet hier eine 25 Zentimeter dicke Schicht aus verdichtetem Schotter und fünf Zentimetern Splitt. Achten Sie auf ein Gefälle von zwei Prozent vom Haus weg, sonst kann das Regenwasser nicht ordentlich abfließen.

Einsatzmöglichkeiten der Platten

Polygonalplatten sind nicht nur für unregelmäßige Grundrisse geeignet. Wenn sie etwa Ihre Terrasse auflockern möchten, sind Sie mit diesen individuellen und außergewöhnlichen Platten bestens beraten. Auch für ausgelegte Gartenwege lassen sich die Platten problemlos einsetzen.

Die Einsatzmöglichkeiten sind, genauso wie bei regelmäßig geformten Natursteinplatten, sehr breit gefächert. Weitere Gebiete zur Verarbeitung sind Schwimmbeckenumrandungen oder Trittsteine. Egal wo: Polygonalplatten werten den Außenbereich des Hauses auf und sorgen für eine optische Einzigartigkeit und begeisterte Blicke beim Besuch von Freunden und Bekannten.

Das am besten für Polygonalplatten geeignete Gestein ist Quarzit. Es ist besonders hart und daher recht unempfindlich. Darüber hinaus nimmt es wenig Wasser auf und ist so leicht zu reinigen.

Kosten für Polygonalplatten

Der Preis für Polygonalplatten variiert nach der Stärke der Platten sowie nach der Farbe und natürlich dem Material selbst und liegt pro Quadratmeter grob zwischen 10 und 40 Euro. Als Preisbeispiele lassen sich nennen:

  • Einfache Porphyr-Platte in Grau, 2 bis 5 Zentimeter stark: 9 Euro pro Quadratmeter
  • Quarzit-Platte in Gelb, 1,2 bis 2,5 Zentimeter stark: 22 Euro pro Quadratmeter
  • Quarzit-Platte in Rosa, 1,5 bis 2,5 Zentimeter stark: 37 Euro pro Quadratmeter

Beliebte Artikel

Schon gelesen?

Ein Gewächshaus bietet Ihnen zahlreiche Möglichkeiten. Darüber hinaus können Sie Ihre Ernte mitunter deutlich früher einfahren.

Gewächshaus bauen: Funktionsweise und Bauarten im Überblick

Es gibt zahlreiche Gründe, die dafür sprechen, sich ein Gewächshaus zu bauen. Bei der Auswahl haben Sie überdies zahlreiche Möglichkeiten, die sich vor allem...
Möbel aus Holz und andere Holzelemente im Garen sind ein echter Hingucker.

Holz für den Garten: Praktische Tipps zu Holzauswahl und Pflege

Holz ist mehr als nur Brennstoff und Baumaterial für den Innenausbau des Eigenheims. Der traditionelle Baustoff lässt sich auch problemlos im Garten verwenden –...
Sie ist die Grundlage der Kork-Dämmung: Die Rinde der Korkeiche.

Korkdämmung: Natürlicher Dämmstoff aus der Rinde der Korkeiche

Die Rinde der Korkeiche dient nicht nur zur Herstellung von Flaschenkorken. Das Material aus der Natur eignet sich auch hervorragend als Bodenbelag oder Dämmstoff....
Wer in unseren Breiten Lärchenholz kaufen möchte, erhält meistens Holz der europäischen oder sibirischen Lärche.

Lärchenholz kaufen Preise: So viel kostet die Lärche

Lärchenholz gehört zu den beliebtesten Holzarten im deutschsprachigen, mitteleuropäischen Raum. Ganz besonders im Außenbereich, zum Beispiel bei Terrassen, kommt es häufig zum Einsatz. Aber...
Blitzschutz beim Haus montieren

Blitzschutz beim Haus: Kosten und Nutzen im Überblick

Der Blitzschutz beim Haus ist Teil einer sinnvollen Eigenheims-Sicherung: Er ist in Österreich bei Neubauten nicht nur gesetzlich vorgeschrieben (in Deutschland nicht), sondern auch...
GDPR Cookie Consent mit Real Cookie Banner