Sonntag, 13. Juni 2021
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Pflaster im Garten verlegen: Das sollten Sie darüber wissen

Bei Pflaster haben sie grundsätzlich die Auswahl zwischen Naturstein und Beton.
Bei Pflaster haben sie grundsätzlich die Auswahl zwischen Naturstein und Beton.

Pflaster im Garten zu verlegen verleiht dem Garten einen individuellen Charakter. Ob als Belag für den Gartenweg oder die Terrasse: Die Befestigung aus Beton oder Naturstein ist nicht nur praktisch, sondern wertet das Grundstück auch optisch auf. Dabei ist auch eine kreative Ausgestaltung mit Mustern möglich. Wie Sie die Pflastersteine verlegen, erklären wir Ihnen in dieser praktischen Übersicht.

Grundsätzlich ist es mit genug handwerklichem Geschick machbar, die Pflasterung selbst durchzuführen. Wer sich allerdings nicht sicher ist, sollte unbedingt einen Fachbetrieb mit den Arbeiten beauftragen, um einen noch größeren Aufwand und Schaden im Nachhinein zu vermeiden.

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Pflaster im Garten verlegen: Die Materialauswahl

Beim Material Haben sie grundsätzlich die Auswahl zwischen Naturstein und Beton. Naturstein punktet mit Einzigartigkeit, Ästhetik und Robustheit und kommt deshalb bei Umbauarbeiten von Eigenheimbesitzern gerne zum Einsatz. Die Pflasterung ist aber arbeitsintensiver als mit Beton – denn die Einsetzung der Steine erfolgt hier einzeln.

Als Natursteinpflaster eignen sich Granit oder Sandstein. Bei Terrassen wird auch gerne zu Travertin oder Quarzit gegriffen. Naturstein ist insgesamt ökologisch unbedenklicher als seine industriell hergestellten Konkurrenten.

Beton als Verbundstein ist günstiger und praktischer zu verlegen. Qualitativ steht der Betonstein dem Naturstein jedoch um nichts nach. Hier werden vor allem jene Bauherren fündig, für die das optische Element zweitrangig ist und die Funktion im Vordergrund steht.

Pflaster im Garten verlegen: Die Pflasterarbeiten

Zunächst wird der Boden ausgehoben. Bei Fußwegen sollte mit 15 bis 20 Zentimeter Tiefe kalkuliert werden, für Einfahrten und Parkplätze sollten es 40 bis 50 Zentimeter sein. Anschließend wird ein Kiesbett eingefüllt. Der Kies sollte eine schwache Körnung aufweisen und wasserdurchlässig bleiben, da sonst gefrorenes Wasser die Pflasterung hochheben kann und dies zu Frostschäden führt.

Danach erfolgt die Verlegung der Steine auf einem etwa fünf Zentimeter dicken Bett aus Sand oder Splitt. Der Handel bietet mittlerweile auch Splitt-Brechsand-Mischungen an, die die Vorteile der beiden Materialen kombinieren. Der Zusammenhalt der Pflasterung profitiert von einer Verlegung im Verband.

Nach der Verlegung der Pflastersteine wird Fugensand (nicht kalkhaltig, geringer Feinanteil) in die Fugen gestreut und mit einem Besen eingearbeitet. Zusätzlich erfolgt die Bearbeitung mit einer Rüttelplatte. Nicht vergessen: Das Gefälle der Steine muss vom Haus wegführen, da es ansonsten bei starken Niederschlägen zu massiven Schäden durch Wassereintritt ins Haus kommen kann.

Pflege der Steinpflasterung

Weil sich gerne Unkraut in den Fugen zwischen den Steinen breit macht, gehört hie und da das ungewollte Grünzeug gezupft oder mit einem entsprechenden Mittel behandelt. Verzichten Sie hier lieber auf umweltschädliche Mittel, nur um sich vermeintlich Arbeit zu ersparen. Es gibt mittlerweile etliche biologische und somit ökologisch weit unbedenklichere Mittel zur Unkrautvernichtung im Baumarkt zu kaufen.

Auch Algen kommen auf der Oberfläche der Pflasterung nicht selten vor. Diese können relativ einfach mit einem Hochdruckreiniger wieder entfernt werden.

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