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Fliesen als Allrounder: Die Möglichkeiten im Überblick

Fliesen, Fliesen legen
Besonders beliebt: Fliesen. Denn sie lassen sich kinderleicht reinigen.

Die hohe Flexibilität bei Auswahl von Form, Farbe und Muster hat die Fliese zum Allrounder für Böden oder Wände gemacht. Doch auch dieser praktische Bodenbelag verschleißt und gehört nach mehreren Jahren oder Jahrzehnten getauscht. Möglichkeiten zum Fliesen austauschen gibt es etliche.

Kinderleichte Reinigung

Warum sollte man sich für Fliesen entscheiden? Zunächst, weil sie sich kinderleicht reinigen lassen. Abgesehen vom Sauberkeits- und Hygienevorteil abgesehen sind sie aber auch multifunktional: Nicht nur in der Küche oder im Bad lassen sich mit Fliesen optische Träume wahrmachen, auch im Außenbereich lassen sie sich wunderbar als Bodenplatten nutzen.

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Tolle Kombi: Fliesen mit Fußbodenheizung

Natürlich wird ein Fliesenboden immer kälter sein, als etwa Parkett oder Holzdielen. Abhilfe schafft hier die Fußbodenheizung. Auch wenn sich für diese Kombination eigentlich alle Fliesen eignen, sollten Keramikfliesen vorgezogen werden, da sie bessere Wärmeleiter sind als etwa Fliesen aus Steinzeug oder Steingut.

Auch eine Fliese wird gerne einmal kaputt. Es reicht, einen etwas schwereren oder scharfkantigen Gegenstand fallen zu lassen und schon hat sie einen Riss. Der Austausch stellt aber in der Regel kein großes Problem dar. Nicht vergessen: Beim Einkauf des Bodenbelags sollten immer ein bis zwei zusätzliche Packungen im Einkaufswagen landen, damit im Fall des Falles auch genug Ersatzfliesen parat liegen.

Ein anderer Fall ist jedoch die Sanierung aufgrund des Alters.

Sanierung von Fliesen: Das müssen Sie beachten

Dass man den Bodenbelag nach einiger Zeit der Abnutzung erneuern muss, ist völlig normal. Einer der wichtigsten Punkte, die es bei der Fliesensanierung zu beachten gilt, ist ein möglicher Sanierungsbedarf des Untergrunds. Besonders dann, wenn aufgrund schlechter Abdichtung von Rissen oder Fugen Feuchtigkeit über einen längeren Zeitraum unter die Fliesen absickern konnte, leidet der Untergrund entsprechend mit, so dass eine rein oberflächliche Sanierung des Bodens nicht ausreichen wird. Ein reiner Austausch der Fliesen wäre dann – wie man so schön sagt – für die Katz‘.

Fliesen austauschen: Oberflächlicher Austausch kann reichen

Im Falle eines gut erhaltenen Untergrunds kann die oberflächliche Sanierung genauso ausreichen. Abgesehen von einem Austausch der Fliesen kann man diese auch ordentlich polieren. Handelt es sich um Fliesen an einer Wand, können diese verputzt und im Anschluss gestrichen werden. Auch das Verkleiden mit Holz ist denkbar. Mittlerweile bietet der Markt auch einfach auftragbare Fliesenaufkleber und Fliesenfolien, die mit einem geringem Arbeitsaufwand zu neuer, frischer Optik verhelfen.

Behandlung und Erhaltung von Fliesen

Bei gut erhaltenen Fliesen kann ein oberflächlicher Austausch reichen.
Bei gut erhaltenen Fliesen kann ein oberflächlicher Austausch reichen.

Wie lange es dauert, bis die Fliesenbeläge erneuert werden müssen, hängt stark von der Behandlung ab. Zur längeren Erhaltung des Belags bieten sich eine Versiegelung an. Welche Versiegelung in Ihrem Fall benötigt wird, hängt von der Art der Fliesen ab. Das Mittel sollte auf einen absolut sauberen und trockenen Fliesenboden aufgetragen werden und mindestens einen Tag lang trocknen. Die Haltedauer einer Versiegelung hängt vom Grad der Abnutzung ab, sollte aber mindestens vier bis fünf Jahre halten. Nicht vergessen: Auch die Fugen sollten bei der Versiegelung unbedingt miteinbezogen werden. Im Falle einer Fußbodenheizung sollte diese vor der Versiegelung jedenfalls abgeschaltet werden. Die Fliesen sollten keinesfalls künstlich erwärmt sein, da es sonst zu Verfärbungen kommen kann.

Bei manchen Fliesen wie etwa jenen aus Steingut oder Feinsteinzeug muss man vor der Versiegelung eine Imprägnierung aufbringen. Allerdings sind jene, die eine Imprägnierung benötigen, oft vom Fliesenhersteller vorbehandelt. Falls nicht, gibt es Imprägnierungen flüssig und praktisch als Spray zu kaufen, der einfach aufgetragen werden kann. Der Fachmann im Baumarkt oder vom Handwerksbetrieb ist hier die richtige Anlaufstelle.

Abgesehen vom Versiegeln oder Imprägnieren ist der wichtigste Punkt jedoch, Risse in beschädigten Fliesen rasch zu füllen und abzudichten, um einen größeren Schaden an der Bausubstanz unter dem Material zu verhindern und den Untergrund vor Feuchtigkeitsschäden zu schützen.

Fliesen austauschen: Welche Fliesenarten gibt es?

Bei den Hauptarten der Fliesen unterscheidet man zwischen folgenden Typen:

  • Steinzeugfliesen verlegt man vorwiegend im Haus. Sie bieten eine hohe Qualität, sind allerdings weniger Widerstandsfähigkeit als etwa Fliesen aus Feinsteinzeug.
  • Feinsteinzeug-Fliesen sind unempfindlich gegenüber Frost, man verwendet sie deshalb oft im Außenbereich. Sie eignet auch aber genauso als Bodenfliese in einem stark beanspruchten Bereich innerhalb des Hauses.
  • Steingutfliesen sind aufgrund ihrer Bauweise nicht für Außenbereich geeignet. Wegen ihrer sehr glatten Oberfläche sollte man sie auch nicht als Boden im Badezimmer verwenden.
  • Keramikfliesen sind besonders wasser- und schmutzabweisend und werden gerne für Wände und gering beanspruchte Fußböden verwendet.
  • Fayence-Fliesen sind wasserundurchlässig und werden häufig im Bad oder in der Küche eingesetzt. Sie brechen leichter als andere.

Weitere, jedoch in der Regel weniger gebrauchte Fliesenarten sind Porzellan, Schiefer und die massiven Varianten Marmor, Granit und Kalkstein.

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