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Einbruchschutz für die Mietwohnung: Was macht hier wirklich Sinn?

Einbrecher, Einbruchschutz

Ein großer Unterschied für den Einbruchsschutz bei einer Mietwohnung besteht darin, dass die Auswahl an Möglichkeiten begrenzt ist: Schließlich braucht man dafür die Genehmigung des Vermieters. Das gilt besonders bei Umbauten an Fenster, Türen oder Wänden. Umso wichtiger ist es also, hier so effizient wie möglich vorzugehen.

Wir zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten es für den Einbruchsschutz bei einer Mietwohnung gibt und wie Sie mit überschaubarem Aufwand die eigenen vier Wände vor Langfingern sicher machen können.

Mehr zum Thema Einbruchsschutz:

Einbruchsschutz für die Fenster: So machen Sie es Einbrechern schwer

Einbruchsschutz für die Mietwohnung: Ein Überblick

Weil die wenigsten Vermieter durchbohrte Türen und Fenster mögen, ist es bei einer Mietwohnung besonders wichtig, die gegeben Optionen so gut wie möglich auszunutzen. Wichtig ist außerdem, dass sich der Einbruchsschutz im Nachhinein mit wenig Aufwand wieder entfernen lässt. Hier ist es wichtig, Einbrecher abzuschrecken, ohne einen dauerhaften Schaden an den baulichen Elementen zu hinterlassen.

Die Elemente, die es zu sichern gilt, sind grundsätzlich die Fenster, die Wohnungstür und wenn vorhanden die Terrassentür. Für jedes Element gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Sicherung, die wir Ihnen im Folgenden vorstellen möchten.

Einbruchsschutz für die Mietwohnung: Die Möglichkeiten

  • Fensterschnapper sind eine kostengünstige und effektive Sicherung der Fenster. Sie können ohne Bohrungen ganz einfach selbst angebracht werden. Ein Fensterschnapper verhindert, dass das Fenster aufgebrochen bzw. aufgedrückt werden kann. Während herkömmliche Fenstersicherungen vor dem Öffnen der Fenster immer aufgeschlossen werden müssen, braucht man die Fensterschnapper nur hinunterzudrücken. Kosten: ab 10 Euro pro Stück.
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Fensterschnapper Einbruchschutz
Fensterschnapper stoppen das Öffnen des Fensters und verhindern so, dass jemad in die Wohnung eindringen kann.
  • Einbruchschutzfolie wirkt einbruchshemmend und lässt sich, ebenfalls wie ein Schnapper, kinderleicht im Nachhinein anbringen. Die Folie bietet in der Regel einen UV-Schutz von 90 Prozent. Sie ist transparent und macht durch die Verlegung unter den Fensterrahmen das Einsteigen über das Fenster nahezu unmöglich. Achten Sie hier auf einen zuverlässigen Splitterschutz im Falle eines Glasbruchs.
  • Eine Überwachungskamera mit kombinierter Alarmanlage wird vor allem für jene Mieter interessant sein, die in einem gemieteten Haus wohnen. So kann man auch den Überblick über den Garten behalten. Unter Umständen können Sie auch in einer Mietwohnung eine Kamera anbringen. Wie oben bereits beschrieben, sollten Sie die Montage jedenfalls mit dem Vermieter abklären. Zu beachten ist hier der Speicherort für die Bilder sowie der Faktor, dass die Kamera selbst an einem diebstahlsicheren Ort sein muss – sonst könnte sie der Einbrecher einfach mitnehmen. Sets gibt es bereits ab 130 Euro und sie lassen sich problemlos mit dem Smart Home verbinden.

Weitere Tipps und Tricks

Eine weitere, in der Regel aber eher selten genutzte Möglichkeit zur Abschreckung von Einbrechern ist ein LED-Gerät zur Simulation menschlicher Anwesenheit in der Wohnung. Der TV-Simulator wirft buntes Licht an die Wand und wird mit einem Timer oder einer Zeitschaltuhr gesteuert. Für einen Einbrecher wirkt es so, als ob der Wohnungsbesitzer vor dem Fernseher sitzen würde.

Kleiner Aufwand für großen Effekt? Ja, denn die Wahrscheinlichkeit, dass ein Einbrecher bei laufendem Fernseher einzusteigen versucht, ist extrem gering. Die Kosten sind mit 13 Euro aufwärts für ein solches Gerät sehr niedrig.

Einbruchsschutz für die Mietwohnung: Terrassentür

Eine Terrassentür gehört genauso wie eine ungesicherte Balkontür zu den bevorzugten Einstiegsmöglichkeiten von Einbrechern. Sie verdienen beim Einbruchsschutz deshalb besondere Beachtung und müssen nachhaltig gegen ein Aufhebeln gesichert werden. Die gängigsten Möglichkeiten bilden hier Aufschraubsicherungen und Pilzkopfzapfen.

  • Aufschraubsicherungen (Scharnierseitensicherung) sind ein Beschlag, der am Rande der Balkon- oder Terrassentür angebracht wird und die Tür vor einem gewaltsamen Aufhebeln schützt. Die Sicherung wird sowohl auf der Scharnierseite, als auch auf der Griffseite befestigt. Sicherheitsexperten raten, pro laufendem Meter eine Sicherung anzubringen. Diese sollten jedenfalls der Norm DIN 18104 Teil 1 entsprechen. Nachteil der Sicherungen: Sie sind sichtbar, schrecken aber so sehr wahrscheinlich den Einbrecher ab. Das Manko ist also lediglich optischer Natur. Preispunkt: ab 30 Euro pro Stück.
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Scharnierseitensicherung
Mit so einer Sicherung hat man einen zusätzlichen Schutz gegen Einbrüche.
  • Pilzkopfzapfen sind von Außen nicht zu sehen und haben im Gegensatz zu den gewöhnlich in Fenstern verbauten Zapfen die Form eines Pilzes. Der Zapfen verkeilt mit dem Schließstück und verhindert so, dass die Tür aufgehebelt werden kann. Hier sollte die Norm DIN 18104 Teil 1 beachtet werden. Hat die Terrassentür zwei Flügel, müssen die Pilzkopfzapfen an beiden Flügeln angebracht werden. Pilzkopfzapfen sind die effektivste, aber teuerste Variante des Einbruchsschutzes für die Terrassentür: Pro Tür werden hier rund 300 Euro fällig.

 

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