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Der Massivholzbau: Ein stabiles und modernes Holzhaus

Bemerkenswert: Ein Massivholzhaus bietet teilweise besseren Brandschutz als ein Betonbau.
Bemerkenswert: Ein Massivholzhaus bietet teilweise besseren Brandschutz als ein Betonbau.

Bei der Holzbauweise unterscheidet unterscheidet man im Wesentlichen zwischen der Holzrahmenbauweise, der Holzskelettbauweise und der Massivholzbauweise. In diesem Artikel widmen wir uns dem Massivholzbau. Unter den Holzhäusern ist das Massivholzhaus wohl jenes, das am ehesten das rustikale Holzhaus widerspiegelt – sowohl von innen, als auch von außen.

Der Funktionalität wird damit jedoch kein Abbruch getan – im Gegenteil. Das Massivholzhaus weist von der Sichtqualität über den Brandschutz viele Vorteile auf und gestaltet sich beim Bau aufgrund der verschiedenen Ausführungsvarianten trotzdem flexibel.

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Varianten beim Massivholzhaus

Während bei der ursprünglichen Blockbauweise meist starke Holzbohlen zum Einsatz kamen, verbaut man bei der modernen Massivholzbauweise großflächige, plattenförmige Holzelemente.

Für Wände und Decken verwendet man hier so genannte Brettsperrholz-Elemente. Das sind Bretter, die kreuzweise übereinander verleimt, genagelt oder mit Holzdübeln verschraubt sind. Sie kommen vor allem beim mehrgeschossigen Bau zum Einsatz. Die Massivholzbauteile sind lastabtragend und somit Tragwerk und raumbildendes Element gleichzeitig.

Nachteil der Verleimung: Diese sind meist mit PUR- oder Melaminharnstoff-Kleber zusammengeleimt. Die Ökobilanz dieser Stoffe ist nicht unbedenklich. Hersteller geben an, dass es nach Trocknung in der Regel zu keiner relevanten Ausdünstung von giftigem Formalehyd kommt. Das Recycling des Holzes nach abgelaufener Lebensdauer kann jedoch trotzdem Probleme verursachen.

Massivholzbau modern

Bei Decken kommen außerdem Brettstapelelemente zum Einsatz. Dabei handelt es sich um Vollholzelemente, die mehrlagig miteinander verleimt oder verschraubt sind.

Die Schicht zur Wärmedämmung ist meistens von außen angebracht. Im Innenbereich verkleidet man die Platten in der Regel. Je nach Ausführung bleiben sie manchmal auch sichtbar. Mittlerweile sind Bauteile für die Außenwände sogar bis zu 20 Meter lang.

Einige Hersteller für Massivholz-Häuser bieten auch Hohlkasten-Elemente an, die einen höheren Schallschutz bieten.

Vorteile vom Massivholzbau

Ein großer Vorteil der Massivbauweise liegt vor allem in der hohen Sichtqualität der Oberflächen. Dies macht das Massivholzraus zu einem „richtigen“ Holzhaus, welches auch von Außen direkt so wahrgenommen wird und ihm entsprechende Attraktivität verleiht.

Als weiterer Vorteil ist der Brandschutz zu nennen. Im Brandfall verkohlt normalerweise die oberste Schicht sofort. Beim Massivholz bildet sich jedoch eine Schutzschicht, die ein Eindringen des Feuers in die Tiefe des Holzes verhindert. Das gilt insbesondere für den Massivholzbau ohne Hohlräume. Damit erreichen Häuser nach der Massivholzbauweise teilweise einen höheren Feuerwiderstand als Betonbauten.

Nicht zuletzt sorgt der Massivholzbau wie alle anderen Holzbauten auch für ein angenehmes Raumklima. Genau wie alle anderen Holzelemente nimmt Massivholz Feuchtigkeit effektiv auf und gibt sie wieder ab. Es fungiert deshalb auch im Sommer als optimaler Wärmeschutz.

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