Holzmassivhaus oder Holzrahmenhaus? Unterschiede, Vor- und Nachteile

Die Entscheidung für das richtige Baumaterial ist ein wichtiger Faktor bei der Planung eines neuen Eigenheims. Neben Ziegelsteinen oder Beton gibt es auch die Möglichkeit, ein Holzhaus zu bauen. Hierbei stellt sich die Frage, ob man ein Holzmassivhaus oder ein Holzrahmenhaus bevorzugen sollte.

Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile, die bei der Entscheidung berücksichtigt werden sollten. Ein Holzhaus bietet viele Vorteile wie ein angenehmes Raumklima und einen hohen Wärmeschutz. Doch es gibt auch Vorurteile, die man bei modernen Holzrahmenhäusern nicht länger beachten muss. In diesem Artikel werden die Unterschiede, Vor- und Nachteile beider Holzbauweisen näher erläutert.

Bauen mit Holz: Schnell und bewährt

Der Bau eines Hauses aus Holz hat viele Vorteile. Einer der wichtigsten ist die Schnelligkeit dieser Bauweise. Vorgefertigte Bauteile verkürzen die Bauzeit, weil sie es ermöglichen, die Gebäudehülle auf der Baustelle schnell fertigzustellen – manchmal innerhalb weniger Tage. Das bedeutet, dass Sie weniger Zeit damit verbringen, auf die Fertigstellung Ihres Hauses zu warten, und dass Sie schneller einziehen können als mit anderen Materialien.

Mit dem Holz-Fertighausbau ist es wirklich einfach, ein schönes, stabiles Haus zu bauen und den Zeitaufwand zu reduzieren. Viele Fertighaushersteller haben diesen Weg eingeschlagen und verwenden Holzpaneele mit Türen und Fenstern sowie Dämmstoffen, die vor Ort montiert werden und das fertige Haus in nur wenigen Tagen errichten können. Mehr Informationen gibt es bei https://www.longin.at/hausbau/unser-haus-aus-holz

Massivhaus aus Holz: Das muss man wissen

Bei dieser Bauweise besteht die tragende Konstruktion aus massivem Holz. Im Gegensatz dazu wird bei einem Holzrahmenhaus die Tragstruktur aus Holzrahmen und -ständern aufgebaut. Für Massivholzhäuser gibt es mehrere gängige Methoden.

Bau eines MassivholzhausesFoto: oka / stock.adobe.com
Bei einem Massivholzhaus bestehen auch die Wände aus massivem Holz.

Die Brettstapelbauweise ist eine Holzbauweise, bei der dicke Bretter längs aufeinandergestapelt und miteinander verbunden werden. Die Verbindung der Bretter erfolgt entweder durch Leim oder Dübel. Das Resultat ist eine massive Wandstruktur, die sich durch hohe Tragfähigkeit und gute Wärmedämmung auszeichnet.

Dübelholzelemente sind vorgefertigte Wandelemente, die aus mehreren dünnen Brettern bestehen, die durch Holzdübel verbunden sind. Die Bretter sind in der Regel horizontal angeordnet und werden von beiden Seiten mit Holzfaserdämmplatten belegt. Die Dübelholzelemente sind einfach zu montieren und erlauben eine schnelle Errichtung des Gebäudes.

Brettsperrholzelemente bestehen aus mehreren Brettlagen, die kreuzweise miteinander verleimt werden. Dadurch entsteht ein stabiles und homogenes Material, das als Wand- oder Deckenelemente eingesetzt werden kann. Brettsperrholzelemente sind besonders langlebig und weisen eine gute Wärmedämmung auf.

Einfache Planung, schneller Aufbau

Massivholzelemente bieten ein hohes Maß an Flexibilität bei der Gestaltung, Planung und Installation von Neubauprojekten. Im Gegensatz zu vielen anderen Materialien, die einen erheblichen Montageaufwand vor Ort erfordern, sind diese Systeme so konzipiert, dass sie mit minimalem Aufwand direkt auf die Baustelle geliefert und dort aufgebaut werden können.

Von Wänden und Decken bis hin zu Dächern – es gibt keine Grenzen für den Einsatz dieser Elemente. Mehr noch: Die Fertighäuser lassen sich erstaunlich einfach umsetzen, weil die Hersteller vor der Installation die Planung unterstützen. Dies gibt Planern und Bauherren gleichermaßen die Sicherheit, dass alles einwandfrei ablaufen kann.

Die Vorteile des Holzmassivhauses

Massivholzhäuser bieten eine Vielzahl von Vorteilen gegenüber anderen Bauweisen. Weil sie natürliche, nachwachsende Rohstoffe nutzen, sind sie umweltfreundlich und nachhaltig. Massivholzwände haben außerdem hervorragende Wärmedämmeigenschaften und sorgen so für ein angenehmes Raumklima.

Aufgrund der hohen Tragfähigkeit des Holzes sind Massivholzhäuser besonders stabil und widerstandsfähig gegenüber äußeren Einflüssen. Auch der geringe Energieaufwand bei der Produktion und Verarbeitung von Massivholz macht es zu einer ressourcenschonenden Wahl. Deshalb sind Massivholzhäuser eine nachhaltige, gesunde und robuste Alternative.

Diese Nachteile haben Massivhäuser aus Holz

Die Verwendung von Massivholzkonstruktionen kann oft zu einem wesentlich höheren Holzverbrauch für die Tragkonstruktion führen als Alternativen wie der Holzrahmenbau. Dies liegt an den dickeren, nicht standardisierten Querschnitten, die im Massivholzbau verwendet werden und mehr Rohmaterial erfordern. Darüber hinaus sind beim Massivholzbau keine kurzfristigen Änderungen möglich, weil die Teile im Vorfeld gefertigt werden.

Holzrahmenhaus: eine günstige und flexible Alternative

Ein Holzrahmenhaus ist eine Alternative zum Massivhaus, bei der die tragende Struktur aus Holzrahmen und -ständern besteht. Die Rahmenkonstruktion wird aus vertikalen und horizontalen Holzbalken gebildet, die miteinander verschraubt oder genagelt werden. Die Zwischenräume zwischen den Rahmen werden mit Dämmmaterialien ausgefüllt.

Arbeiter befestigen eine Wand am HolzrahmenhausFoto: anatoliy_gleb / stock.adobe.com
Wird eine Firma für den Hausbau beauftragt, so werden die fertigen Holzwände direkt auf die Baustelle geliefert und dort nur noch zusammengeschraubt.

Auf diese Weise entsteht eine leichte, flexible und schnelle Bauweise, die trotzdem eine gute Wärmedämmung bietet. Die Holzrahmen können auf der Baustelle vorgefertigt und dann schnell und einfach zusammengesetzt werden. Holzrahmenhäuser erlauben somit eine hohe Flexibilität in der Planung und eine schnelle Fertigstellung des Gebäudes.

Diese Vorteile bietet ein Holzrahmenhaus

Holzrahmenhäuser haben viele Vorteile gegenüber anderen Bauweisen. Sie bestehen aus einem natürlichen Rohstoff, der ein angenehmes Wohnklima schafft. Die schlanken Wandaufbauten ermöglichen Wohnflächengewinne im Vergleich zum Massivbau. Die Bauteile sind sehr gut gedämmt und stabil, was einen hochwertigen Wärmeschutz sowohl im Winter als auch im Sommer gewährleistet. Durch die guten Wärmedämmwerte reduziert die Bauweise die Heiz- und Energiekosten und entspricht dem Effizienzhaus-Energiestandard.

Die Häuser sind widerstandsfähig gegen äußere Einflüsse und Witterungsbedingungen. Das Holz leistet einen hohen Beitrag zum Klimaschutz durch die dauerhafte Speicherung von CO₂. Aufgrund des flexiblen Rastermaßes im Holzrahmenbau sind eine Vielzahl an Grundrissen wählbar. Dank der schnellen und effizienten Fertigung der Bauelemente in der Werkhalle ist eine geringe Bauzeit möglich. Insgesamt bieten Holzrahmenhäuser somit eine nachhaltige, effiziente, flexible und schnelle Alternative.

Welche Nachteile hat die Holzrahmenbauweise?

Im Brandfall kann es natürlich sein, dass das Holzhaus abbrennt. Als Nachteil werden oft Schädlinge wie Holzwürmer genannt, die sich durch das Holz fressen. Bei getrocknetem Holz werden diese jedoch abgetötet und ist auch für neue Schädlinge uninteressant. Auch beim Schallschutz gibt es mittlerweile gute Lösungen, die einen guten Schutz bieten.

Die Probleme haben moderne Holzrahmenhäuser nicht mehr

Moderne Holzrahmenhäuser haben in den letzten Jahren an Beliebtheit gewonnen. Es gibt einige Vorurteile, über die man sich heutzutage bei modernen Holzrahmenhäusern keine Sorgen mehr machen muss. Zum Beispiel wird oft behauptet, dass Holzrahmenhäuser eine höhere Brandgefahr haben als Massivhäuser, was jedoch statistisch nicht haltbar ist. Tatsächlich sind Holzbauten nicht anfälliger für Brände als Massivhäuser.

Auch die Gefahr durch Schädlinge wie Insekten und Pilze ist heute geringer, da moderne Holzbauteile eine geringere Restfeuchte aufweisen und somit für Schädlinge unattraktiv sind. Ein weiteres Vorurteil ist, dass Holzrahmenhäuser eine geringere Lebensdauer haben als Massivhäuser, was jedoch nicht zutrifft. Moderne Holzbauten sind genauso langlebig wie Massivbauten und erfüllen alle strukturellen und energetischen Standards.

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