Sonntag, 13. Juni 2021
Start Blog

Blockheizkraftwerk: Damit erzeugen Sie Strom und Wärme selbst

Bietet Sparpotential durch Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung: Das Blockheizkraftwerk (BHKW).
Bietet Sparpotential durch Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung: Das Blockheizkraftwerk (BHKW).

Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) produziert Strom und Wärme für Heizung und Warmwasser. Verglichen mit der Stromproduktion in Kraftwerken besitzt diese Form der Energieumwandlung einen riesigen Vorteil: Die erzeugte Wärme geht nicht verloren, sondern wird für das Heizen und die Warmwasserbereitung genutzt. Der Wirkungsgrad eines Blockheizkraftwerks liegt dementsprechend höher.

Durch die umfassende Nutzung der eingesetzten Energie erreicht ein BHKW einen Wirkungsgrad von rund 95 Prozent. Besonders bei Industrieanlagen und in größeren öffentlichen Gebäuden kommen Blockheizkraftwerke zum Einsatz. Aber auch für Einfamilienhäuser sind Modelle am Markt verfügbar und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

Mehr zum Thema Heizsysteme:

Brennstoffzelle für zuhause: Heizen, Warmwasser und Strom

Brennstoff und Heizung: Die Energieträger im Überblick

Heizungstausch: Diese fünf Gründe sprechen dafür

 

Und so funktioniert ein Blockheizkraftwerk

Im Grunde ist die Funktionsweise relativ schnell erklärt: Ein Verbrennungsmotor treibt einen Generator an. Dabei erzeugt die Anlage nicht nur elektrische Energie, sondern es entsteht auch Abwärme. Während der Strom entweder im Gebäude verwendet, oder ins Stromnetz eingespeist wird, gelangt die Wärme in einen Pufferspeicher. Von dort wird sie, je nach Bedarf, für die Beheizung der Wohnräume oder zur Warmwasserbereitung verwendet.

Beim Betrieb eines Blockheizkraftwerks unterscheidet man, ähnlich wie bei der Brennstoffzellenheizung, zwischen strom- oder wärmegeführt. Darunter versteht man die Prioritätenvergabe der gewünschten Energieform. Wird die Anlage wärmegeführt betrieben, steht die Erzeugung von Wärme im Fokus.

Die Befeuerung von Blockheizkraftwerken kann mit unterschiedlichen Brennstoffen erfolgen. Erdgas, Flüssiggas, Pellets, Heizöl aber auch Pflanzenöl sind einige Beispiele dafür. Ist im Haus ein Gasanschluss vorhanden, entscheiden sich viele Hausbesitzer für einen mit Gas betriebenen Motor. Sie sind in großer Auswahl verfügbar und gelten als besonders effizient.

Mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Bei der Kostenaufstellung sollten Sie nicht nur die Anschaffung selbst beachten. Auch die Kosten im laufenden Betrieb und die Gebühren für einen möglicherweise notwendigen Gasanschluss sollten Teil Ihrer Kalkulation sein. Erkundigen Sie sich unbedingt nach möglichen Förderungen, welche die Anschaffungskosten abmildern können.

Preise für Blockheizkraftwerke selbst variieren stark. Je nach Hersteller, aber auch Region gibt es Preisunterschiede. Ein Vergleich lohnt sich daher in jedem Fall. Für ein Set bestehend aus einem Blockheizkraftwert (Kessel) und einem Pufferspeicher sollten Sie mit 15.000 – 18.000 Euro rechnen.

Blockheizkraftwerk – Die Vor- und Nachteile

Besonders die Ökobilanz von Blockheizkraftwerken sticht ins Auge. Durch die Kraft-Wärme-Kopplung wird die eingesetzt Energie optimal genutzt. So schonen Sie Ressourcen und vermindern den CO2-Ausstoß. Weiterer Pluspunkt: Die Versorgungssicherheit. Bei einem Stromausfall sind Sie dank eigener Stromversorgung unabhängiger. Aber auch das Energiesparpotential und die Möglichkeit, Strom ins Netz einzuspeisen sind zwei weitere positive Aspekte mit denen Sie kräftig sparen können.

Die, verglichen mit herkömmlichen Heizkesseln, sehr hohen Anschaffungskosten können nur teilweise durch Förderungen abgemildert werden. Aber auch die Tatsache, dass einige Blockheizkraftwerke mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, sehen viele kritisch.

Fest steht allerdings: Für viele kann sich der Betrieb eines Blockheizkraftwerks durchaus lohnen. Gemeinsam mit einem Fachmann die Investitionskosten mit den Einsparungen und Förderungen gegenzurechnen kann zu einer angenehmen Überraschung führen.

Beliebte Artikel

Schon gelesen?

Seitenmarkise für den Balkon: Diese Dinge müssen Sie wissen

Ein Sichtschutz ist auf einem Balkon unumgänglich, speziell im städtischen Gebiet. Doch auch auf der Terrasse kann ein Sichtschutz durchaus notwendig sein. Schließlich will...
Polygonplatten, Naturstein

Polygonalplatten: Darum ist dieser Baustoff so besonders

Polygonalplatten sind vor allem als Bodenbelag im Garten beliebt. Zu Recht: Die Optik und Beständigkeit dieses Baustoffs ist einmalig. Doch das Verlegen erfolgt anders,...
Ein Umrüsten auf elektronische Thermostate bietet viele Vorteile.

Heizkosten sparen: Mit diesen 7 Tipps senken Sie Ihren Energieverbrauch

Oft lassen sich schon mit geringem Aufwand Heizkosten einsparen. Und an dieser Stelle anzusetzen kann sich richtig lohnen: Denn rund 70% des Energieaufwandes in...
Die einfachste Variante zur Montage der Fensterbänke ist es, so genannte Ausgleichsstreifen zu verwenden.

Eine Fensterbank innen einbauen: So wird das gemacht

Die Fensterbank innen dient nicht nur als Abschluss der Fensterbrüstung, sondern ist gleichzeitig auch ein Element für die Raumgestaltung. Umso wichtiger ist es, sowohl...
Eternit Fassadenplatten

Eternit Fassadenplatten: Was sie kosten und was sie können

Fassadenplatten aus Eternit sind hochflexibel und können sowohl bei modernen Statdprojekten, als auch für eine gemütliche Optik am Land eingesetzt werden. Doch nicht immer...
Gerade bei Niedrigenergiehäusern kann sich eine Heizung mit Brennstoffzelle lohnen.

Brennstoffzelle für zuhause: Heizen, Warmwasser und Strom

Die Brennstoffzelle für zuhause gilt als die technische Neuerung der letzten Jahre im Heizungsbereich. Doch diese Technologie bietet mehr als eine herkömmliche Heizung: Neben...