Sonntag, 13. Juni 2021
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Einen Pool selber bauen: Diese Dinge sind wichtig

Pool selber bauen

Eine eigener Pool im Garten ist der Traum jedes Eigenheimbesitzers. Im Sommer ins kühle Nass zu springen, ohne dafür mit vollgepacktem Auto zu einem See oder öffentlichen Schwimmbad zu fahren, hat seine Vorzüge. Viele entscheiden sich für einen fertigen Pool: Praktisch ja, doch es hat auch seinen Preis. Deshalb überlegen nicht wenige Bauherren, sich den Pool selber zu bauen.

Dafür ist natürlich entsprechendes handwerkliches Geschick notwendig. Doch einige Modelle lassen sich auch mit sehr überschaubarem Aufwand selbst aufbauen. Was Sie dazu beachten müssen, verraten wir Ihnen in dieser Übersicht.

Mehr zum Thema Pool & Schwimmteich:

Einen Pool bauen: Kosten und nützliche Infos im Überblick

Einen Pool selber bauen: Die Planungsarbeiten

An allererste Stelle steht – wie so oft – die Preisfrage. Sie sollten sich also überlegen, wie wie viel der Pool kosten darf und anhand ihres geplanten Budgets vorgehen. Nichts ist schlimmer, als eine Kaufentscheidung im Nachhinein wegen unüberlegter Planung zu bereuen. Doch keine Sorge: Schwimmbecken gibt es für fast jeden Geldbeutel.

Händler für Pools und Poolfilter bieten oft unterstützende Hilfe in der Planung an. Dabei erhalten Sie Anleitungen und detaillierte Skizzen für den Selbstbau kostenlos. Machen Sie davon Gebrauch!

Nachdem das Budget feststeht, geht es an die Entscheidung, welcher Pool es sein soll. Nur so viel: Die Auswahl ist ziemlich groß. Der einzige Pool, auf den wir hier nicht eingehen, ist ein simpler “Pop-Up-Pool”, der lediglich aufgepumpt wird.

Einen Pool selber bauen: Die Möglichkeiten

Stahlwandbecken: Stahlwandbecken sind dauerhaft und gar nicht mal so klein: Sie werden in Größen bis zu acht Metern Durchmesser und einer Wassertiefe von rund 1,5 Metern angeboten. Beim Stahlwandbecken handelt sich im Wesentlichen um einen Stahlkörper, der innen mit einer wasserdichten Folie verkleidet ist.

Bei den Formen unterscheidet man runde, ovale oder achterförmige Stahlwandpools, wobei die ovale Variante üblicherweise in der Erde versenkt wird und eine Bodenplatte benötigt (die beiden anderen sind frei aufstellbar). Der Aufbau ist in den meisten Fällen selbst möglich, da diese Pools oft als Fertigset mit Filter angeboten werden. Die Preise bewegen sich je nach Größe des Beckens im Bereich zwischen 1.000 und 3.000 Euro. Freiestehende Modelle mit Holzverkleidung sind etwas teurer.

Styroporsteine: Styroporsteine sind beim Selbstbau eines der beliebtesten Systeme am Markt. Kein Wunder: Das Material macht den Selbstbau eines Pools möglich, ohne aufwendig verschalen, verputzen und isolieren zu müssen. Möglich gemacht wird dies mit einem Stecksystem – fast wie LEGO für Erwachsene.

Weil die Elemente aus Styropor bestehen, können sie auch ganz einfach mit einem Messer oder eine Säge zugeschnitten werden. Die Teile werden per Nut-Feder-System miteinander verbunden. Lediglich innen ist eine Spachtelung notwendig – üblicherweise im Bereich von ein bis zwei Millimeter, vergleichbar mit einer Fassade. Styroporbecken bekommen Sie ab 3.000 Euro aufwärts.

Weitere Möglichkeiten

Schalsteine/gemauert: Für die höchstmögliche Flexbilität und die eigene Entscheidung in allen Punkten kann der Bauherr Schalsteine wählen oder das Becken gänzlich aus Beton aufbauen. Ein solches Projekt eignet sich vor allem für erfahrene Handwerker, die über  die Erfahrung mit solchen Projekten verfügen – und zusätzlich über die Zeit und Ausdauer. Die Kosten bei einem solchen Projekt sind schwer kalkulierbar, da sie vor allem vom verwendeten Material, der Eigenleistung und der Größte des Pools abhängen.

Polysterbecken: Das Polyesterbecken ist unter den Selbstbauvarianten jene, die preislich am oberen Ende der Liste steht, jedoch auch die geringste Eigenleistung erfordert. Diese Becken sind besonders beständig und erfordern im Grunde nur die dafür erforderliche Baugrube. Ein solcher Pool wird komplett fertig angeliefert – das spiegelt sich auch in den Kosten wieder. Preislich liegen Sie hier im Bereich von rund 10.000 Euro. Die Länge bietet mit etwa neun Metern aber auch die Möglichkeit, richtige Längen zu schwimmen.

Einen Pool selber bauen: Standort nicht unterschätzen

Die Wahl des Standorts sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. Im Optimalfall ist das Becken – falls aufgrund der Gegenbenheiten möglich – gen Südosten ausgerichtet. Das garantiert eine nachhaltige Sonneneinstrahlung und eine Erwärmung des Wassers. Der Pool sollte weiters in der Nähe von Strom- und Wasserleitungen liegen. Der Untergrund sollte zudem von größeren Steinen und Wurzeln befreit sein.

Ein wichtiger Punkt, falls Sie die Rohre selbst verlegen: Diese müssen unbedingt ein leichtes Gefälle aufweisen. So verhindern Sie, dass beim Entleeren des Pools Wasser überbleibt. Dieses Wasser kann nämlich im Winter gefrieren und so zum Problem werden.

Weitere Punkte, die Sie bei der Planung noch beachten sollten:

Poolreinigung: Für die Reinigung gibt es automatische und manuelle Varianten. Viele Poolbesitzer greifen zu einem “halbautomatischen” Bodensauger, der über den Filter mitbetrieben wird. Gar nichts tun müssen Sie, wenn Sie zu einem Poolroboter greifen. Dieser reinigt das Becken von selbst, während Sie gemütlich einen Cocktail schlürfen.

Poolheizung: Die Poolheizung läuft häufig mit Strom. Doch nicht allen Poolbesitzern gefallen hier die Stromkosten, die so maßgeblich erhöht werden. Deshalb gibt es zusätzliche Solarabsorber, welche die Sonne anzapfen und so den Stromverbrauch reduzieren.

Poolbeleuchtung: Gerade Abends kann eine tolle Beleuchtung für eine unvergleichbare Atmosphäre am Pool sorgen. Es gibt eine große Auswahl an Unterwasserscheinwerfern, auch in LED-Varianten. Beziehen Sie die Beleuchtung am besten gleich in die Planung mit ein.

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