Einen Carport bauen: Auf diese Dinge müssen Sie achten

Carports sind eine beliebte und kostengünstige Alternative zu Garagen. Doch auch beim Selbstbau kann man schnell Fehler einen machen. Worauf Sie beim Bau eines Carports achten selten, erfahren Sie in dieser Übersicht.

Bei Carports handelt es sich um überdachte Stellplätze für ein oder mehrere Autos, die an das Haus anschließen oder freistehen können. Carports bieten Schutz vor Schnee, Regen, Hagel, UV-Strahlung, Vogelkot, Pollen, herabfallenden Blättern und weiteren Gefahren von oben.

Sie können verhältnismäßig leicht selbst gebaut werden und sind auch als Bausatz in verschiedensten Ausführungen und Preisklassen erhältlich. Meist bestehen Carports aus Holz, da dieses Material besonders flexibel ist und leicht bearbeitet werden kann. Es gibt aber auch Modelle aus Aluminium und in seltenen Fällen aus Stahl.

Statik berechnen ist Pflicht

Die Statistik braucht man nicht zu berechnen? Schließlich hat man ja schon mal gebaut! Ganz so ist das leider nicht. Wie Sie in diesem Beispiel sehen können, kommt es nicht selten vor, dass Carports einstürzen. Schneelasten beispielsweise werden gerne unterschätzt und können einen scheinbar stabilen Carport leicht einstürzen lassen.

Ein Carport muss deshalb stabil sein. Wer einen Carport selbst konstruieren möchte, kommt deshalb nicht darum herum, statische Berechnungen anzustellen. Der Unterstand fürs Auto muss Wind und Wetter aushalten und auch Schneelasten tragen können.

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, dann ist ein Bausatz vielleicht die bessere Wahl. Hier können Sie sicher sein, dass die Statik stimmt. Hersteller müssen für die Standsicherheit nämlich Gewähr leisten.

Solides Fundament ist wichtig

Heimwerker entscheiden sich in der Regel für Carports aus Holz. Werden die Holzpfosten jedoch einfach so in den Boden gerammt, können sie leicht umkippen oder im Laufe der Zeit verfaulen. Deswegen ist ein solides Fundament unerlässlich für den Carport-Bau.

Pfostenträger erhöhen den Halt und steigern so die Sicherheit. Sie sind auch als Stützfuß bekannt und in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Hochwertige Pfostenträger sind oftmals feuerverzinkt, was für einen besseren Korrosionsschutz sorgt. Bei schweren Konstruktionen wie Carports ist es ratsam, die Pfostenträger einzubetonieren.

Welches Dach für Carports?

Grundsätzlich kann jede Dachform für einen Carport gewählt werden. Häufig wird sie an das Hausdach angepasst, insbesondere, wenn es sich um einen anlehnenden Carport handelt. Auf diese Weise entsteht ein harmonisches Gesamtbild.

Es gibt also beispielsweise Carports mit Satteldach, Walmdach oder Pultdach. Weit verbreitet sind auch Flachdächer für Carports, da diese sehr simple Konstruktion am kostengünstigsten ist. Bei dieser Form muss aber unbedingt bedacht werden, dass Regenwasser nur langsam abfließt und, wenn es sich auf dem Dach ansammelt, für beträchtliches Zusatzgewicht sorgen kann.

Das Gefälle des Dachs sollte mindestens 7 %, besser 10-15 % betragen, damit das Wasser ausreichend gut ablaufen kann. Es ist auch möglichen, einen Dach-Gulli zu installieren.

Bitumenbahnen- und Schindeln eignen sich besonders gut für die Dacheindeckung, da Bitumen sich durch seine Wasserdichtigkeit auszeichnet und gut verarbeitet werden kann. Doch auch viele andere Möglichkeiten können genutzt werden, beispielsweise Dächer aus Glas, Kunststoff, Dachziegeln, Metallblech und vielerlei mehr. Manchmal werden Carportdächer sogar begrünt oder mit Solaranlagen bestückt.

Schutz für das Holz

Wer ein Carport aus Holz baut, sollte keinesfalls vergessen, für besseren Witterungsschutz zu sorgen. Das kann durch Lasieren oder Lackieren geschehen. In jedem Fall muss jedoch zunächst eine Grundierung aufgetragen werden, welche sogenannte Ausblühungen verhindert. Durch die Behandlung des Holzes können Fäulnis und Bläue verhindert werden und der Carport bleibt lange stabil und ansehnlich.

Nicht vergessen: Baugenehmigung einholen

Bevor man mit dem Carport-Bau beginnt, sollte unbedingt geklärt werden, ob man diesen überhaupt einfach so durchführen darf. Ob eine Baugenehmigung erforderlich ist, ist nämlich von Bundesland zu Bundesland verschieden. Der örtliche Bebauungsplan sowie die Regelungen der Landesbauordnungen geben Auskunft. Ratsam ist außerdem eine Anfrage beim zuständigen Bauamt. So erfährt man genau, welche Vorschriften es einzuhalten gilt.

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