Der Sonnenschutz beim Haus: Tipps für optimale Beschattung

Die Regulierung des einfallenden Sonnenlichts können Sie bereits bei der Hausbau-Planung berücksichtigen. Denn nicht nur für die ideale Energieeffizienz, sondern auch hinsichtlich von zusätzlichem Einbruchsschutz, komfortablem Arbeiten und Temperaturanpassung spielen Sonnenschutz und Beschattung für das eigene Haus eine durchaus wichtige Rolle.

Insbesondere an drückend heißen Sommertagen kann ein effektiver Sonnenschutz kühlenden Schatten spenden und den Aufenthalt in den eigenen vier Wänden so trotz anhaltender Hitze gemütlich bleiben lassen.

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Gesetzliche Vorgaben für Sonnenschutz für das Haus

Ebensowenig zu vernachlässigen: Bereits zum Erhalt der Baubewilligung müssen Mindeststandards hinsichtlich der sogenannten Sommertauglichkeit eingehalten werden. An folgenden unverbindlichen Richtwerten können sie sich grob orientieren, weitere Details sind unter anderem in der ÖNORM B 8110-3 definiert worden: Die Raumtemperatur darf ohne mechanische Unterstützung tagsüber nicht mehr als 27 Grad betragen, nachts hingegen nicht mehr als 25 Grad!

Mithilfe von Jalousien, Gardinen, Rollläden oder aber Schirmen und Markisen können Sie diese Vorgaben häufig relativ unkompliziert erfüllen. Sollte die Sonneneinstrahlung besonders intensiv sein, empfiehlt sich beispielsweise auch ein natürlicher Sonnenschutz – beispielsweise in Gestalt von Rankpflanzen oder Bäumen. Beachtet werden sollte jedoch, dass dieser jahreszeitenbedingt nicht immer zur Verfügung steht. Grundsätzlich wird bei Sonnenschutzsystemen zwischen außen liegendem Sonnenschutz und innen liegendem Sonnenschutz unterschieden.

Rollläden: Sonnenschutz und Einbruchsschutz zugleich

Rollläden helfen durch besonders heiße Sommertage hindurch.Foto: Hermann / stock.adobe.com
Rollläden helfen durch besonders heiße Sommertage hindurch.

Außensysteme lassen dabei in der Regel keine direkte Sonneneinstrahlung auf das Glas zu, stattdessen werden die einfallenden Strahlen reflektiert. In diese Gruppe fallen unter anderem unbewegliche Systeme wie Vordächer oder Dachüberstände. Da diese jedoch in der kälteren Jahreszeit einen ausreichenden Tageslichteinfall sprichwörtlich im Weg stehen, sind beim Hausbau zumeist bewegliche Systeme bevorzugt. Sowohl als Sonnen- wie als Einbruchsschutz eignen sich beispielsweise Rollläden. Die Montage sollte hier fachmännisch vorgenommen werden: Denn eine schlechte Dämmung des Rollladenkastens führt im Extremfall zu kostspieligen Wärmebrücken und Kondensatbildung!

Einen guten Sonnenschutz ermöglichen ebenso Außenraffstoren. Hier lässt sich der Einfall des Tageslichtes komfortabel regulieren. Außenraffstoren können Sie in der Fensternische montieren, sie lassen sich außerdem händisch oder per Motorsteuerung bedienen. Ein weiterer Vorteil: Diese Systeme benötigen kaum Pflege! Zu den Klassikern im Hausbau zählen Außenjalousien: Sie ermöglichen die Regulierung von Raumklima und Helligkeit quasi bei jedem Lichtverhältnis. Außenjalousien überzeugen durch ihre vielfältigen Montage- sowie Antriebsmöglichkeiten – beispielsweise per Schnur, Stab oder eingebautem Motor. Hinzu kommt oftmals ein erschwinglicher Preis.

Markisen: Sonnenschutz für Balkon und Terrasse

Für Balkone und Terrassen eignen sich sogenannte Markisen: Diese werden oftmals als Gelenkarm- oder Kassettenmarkisen angebracht. Gelenkarmmarkisen lassen sich besonders flexibel bewegen und lassen sich platzsparend positionieren. Eine Kassettenmarkise gehört zu den Spitzenprodukten unter den Markisen. In geschlossener Form kann sie sowohl die Markisenarme als auch das Tuch durch die Kassette optimal vor Witterungseinflüssen schützen. Zudem lassen sie sich dezent in fast jede Hausfassade integrieren! Besonders preisgünstig ist dagegen die Seilspannmarkise: Dabei handelt es sich um ein Segel, das von Laufhaken geführt und an Edelstahlseilen angebracht wird.

Markise
Eine Markise mit Elektrimotor bietet nicht nur optimalen Sonnenschutz, sondern kann auch elektrische ausgefahren werden.

Sonnenschutz für das Haus innen: Oftmals deutlich preisgünstiger

Energetisch weniger vorteilhaft ist dagegen oftmals der innen – also innerhalb der eigenen vier Wände – liegende Sonnenschutz: Denn dieser wirkt erst, wenn das warme Sonnenlicht bereits das Fenster durchdrungen hat. Hinzu kommt: Schall-, Wärme- und Einbruchsschutz sind in der Regel nicht vorhanden. Dafür ist ein innen liegender Sonnenschutz in der Regel günstiger als Jalousien oder Rollläden. Witterungsbedingungen ist er zudem oftmals nicht direkt ausgesetzt. Zu den gängigen Varianten zählen unter anderem Innenjalousetten mit geringer Lichteinwirkung, per Wendekette oder Schnurzug steuerbare und in verschiedensten Farben und Formen erhältliche  Lamellenvorhänge sowie häufig sehr günstige und leicht zu bedienende Rollos.

Sonnenschutz für das Haus: Automatisierte Systeme

Wer über das nötige Kleingeld verfügt, kann sich auch ein automatisiertes System einbauen lassen. So lassen sich die eigenen Fenster unter anderem als Solarkollektoren nutzen – die nicht aufdringliche Sonnenstrahlung wird in den Räumen als behagliche Wärme ausgegeben. Bei guten Niedrigenergiebauweisen kann der Beitrag der Sonne zum Heizen hier unter Umständen 25 Prozent oder mehr betragen! Um das optimale Ergebnis hinsichtlich Sonnenschutz und Beschattung zu erreichen, sollten Sie sich unbedingt vom Hausbau-Experten beraten lassen.

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