Montag, 14. Juni 2021
Start Blog

Der Kalkdämmputz: Ökologisch und gut für das Raumklima

Kalkdämmputz, Kalkputz

Wie auch in den anderen Bereichen der Sanierung besteht beim Wärmedämmputz eine große Auswahl an Produkten. Mit vermehrtem Einsatz ökologischer Bau- und Dämmstoffe steigen auch Interesse und Nachfrage an Kalk-Dämmputz stetig an. Kein Wunder: Er ist ökologisch, wohnbaubiologisch, reguliert das Raumklima und gehört damit ohne Zweifel zu den jenen Dämmputzen am Markt, die ein „Revival“ erleben.

Was sie über den Öko-Putz wissen müssen, erklären wir Ihnen in dieser praktischen Übersicht.

Kalkdämmputz als Alternative in der Sanierung

Mineralische Dämmputze eignen  sich sowohl für den Innenbereich als auch für hochporosiertes Mauerwerk wie Porenbetonstein oder Planziegel. Als Unterputz kann man ihn auf allen normalen Putzgründen wie Backsteinen (Ziegel), Hohlziegeln, Zementsteinen, Kalksandsteinen u.ä. sowie auf rau geschaltem Beton verwenden.

Ein weitreichender Einsatzort für mineralischen Dämmputz ist natürlich die Pflege von Denkmälern. Hier erreicht man mit dem Innenputz eine nachträgliche  Wärmedämmung, ohne das äußere Erscheinungsbild verändern zu müssen. Doch es muss kein Denkmal sein: Jeder Altbau kann mit Kalk-Dämmputz saniert werden. Es lassen sich sogar U-Werte von bis zu 0,6 W/m2K erreichen.

Generell setzt man Dämmputze jedoch dort ein, wo das Wärmedämmverbundsystem (WDVS), auch Vollwärmeschutz genannt, an seine Grenzen stößt. Ist ein mineralischer Dämmputz aber eine realistische Alternative? Die knappe Antwort: Wenn er richtig verarbeitet wird und man einige Regeln beachtet, ja.

Kalkdämmputz reguliert das Raumklima

Baustoffproduzenten stellen in den letzten Jahren aufgrund der höheren Nachfrage wieder vermehrt mineralische Dämmputze her. Ein Beispiel für Kalk-Dämmputz ist der CalceClima® von RÖFIX, der in folgendem Video ausführlich vorgestellt wird:

Durch die bauphysikalisch optimalen Eigenschaften von Dämmputz ist der Einsatz als Innendämmung bis zu einer Dicke vom 60 Millimetern ohne bauphysikalischen Nachweis möglich. Bei größeren Dicken müssen zuerst Berechnungen in Bezug auf die Feuchtigkeit durchgeführt werden. Ein Beispiel dafür ist das WUFI-Verfahren.

Hat Kalkdämmputz dann überhaupt keinen Platz im Neubau? Doch! Hier eignet er sich als Zusatz für wärmedämmendes Leichtmauerwerk, etwa Leichthochlochziegeln, Leichtbeton oder Porenbeton. Kalk-Dämmputz ist außerdem diffusionsoffen. Aufgrund des niedrigen E-Moduls ist das Risiko von Rissen im Putz deutlich geringer, weil man eine hohe Entkopplung vom Putzgrund erreicht.

Richtige Ausführung ist alles

Entscheidet man sich für den Dämmputz, gehört zunächst der Untergrund entsprechend aufbereitet. Dafür gehört im Falle einer Sanierung der alte und nicht mehr tragfähige Putz vollständig abgeschlagen. Tragfähige Fugen müssen Sie auskratzen. Farbanstriche muss man zu mindestens 70 Prozent entfernen , um einen Putzträger spannungsfrei anbringen zu können.

Normal saugende Untergründe wie Leichtlochziegel bedürfen keiner weiteren Vorbehandlung. Stark ungleichmäßig saugende Untergründe hingegen benötigen entweder Vorspritzmörtel oder eine Rillenspachtelung. Der Dämmputz darf jedenfalls erst nach einer ausreichenden Trockenzeit von mindestens fünf Tagen aufgetragen werden.

Beim Auftragendes Putzes auf eine Fassade muss man die Fassade zunächst ordentlich reinigen. Die Frage ist nun, ob man nur eine oder zwei Schichten auftragen sollte. Als Richtwert gilt, dass bis zu einer Dicke von 60 Millimetern eine Schicht reicht, zwischen 60 und 100 Millimetern jedoch zwei Schichten aufgetragen werden sollten. Die Standzeit darf maximal einen Tag betragen.

Beliebte Artikel

Schon gelesen?

Ermöglicht das Steuern das „Smart Homes“ per App: Ein Bussystem.

Bussystem im Haus: Richtige Elektroinstallation für Ihr Smart-Home

Die Elektroinstallation stellt Laien oft vor schier unüberwindlich erscheinende Herausforderungen. Zu besonderen Komplikationen kommt es beim Hausbau, wenn man Automatisierungen und intelligente Systeme einbauen...
Dunstabzugshaube, Küche, Theke

Dunstabzugshaube kaufen: Die modernen Varianten und Möglichkeiten

Geht es um Küchenhilfen, denkt man in der Regel eher an mobile Kleingeräte. Dabei ist das Absaugen von Dunst eine absolute Notwendigkeit in Haushalten,...
Selber schleppen oder die Profis kommen lassen? Das fragen sich viele, die mit einem Umzug konfrontiert sind.

Umzug mit einer Spedition: Diese Dinge müssen Sie beachten

Den Umzug einer Spedition zu überlassen ist für die viele die angenehmste Lösung, wenn es um den Transport von Möbeln und persönlichen Gütern in...
Es gibt viele Dämmstoffe zur Auswahl. Eine Flachs-Dämmung überzeugt jedenfalls mit guten Wärmedämmwerten und einem hohen Ökofaktor.

Die Flachsdämmung: Das Revival einer alten Kulturpflanze

Bei Flachs handelt es sich um einen natürlichen und nachwachsenden Rohstoff. Zu einer Flachsdämmung verarbeitet bietet er zahlreiche interessante Eigenschaften. So ist er nicht...
Luft im Heizungssystem verursacht nicht nur unangenehme Geräusche, sondern auch höhere Heizkosten. Daher sollten Sie regelmäßig die Heizkörper entlüften.

Heizkörper richtig entlüften: Schluss mit Glucker-Geräuschen

Das Heizkörper-Entlüften ist spätestens dann notwendig, wenn die Heizkörper ein Glucker- beziehungsweise Fließgeräusch von sich geben. Werden die Heizkörper trotz voller Heizleistung nicht mehr...
Ruck Zuck Beton

Ruck-Zuck Beton: So funktioniert der schnelle Fertigbeton

Ob für Zaunpfosten oder andere Fundamente: Wenn es schnell gehen muss, beschleunigt Ruck-Zuck Beton viele Gartenbauprojekte und auch alle anderen Vorhaben, bei denen Beton...