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Mit welchen Kosten ist beim Innenputz zu rechnen?

Mann verputzt Wand mit Innenputz

Neben Tapeten, Holzwänden oder Wandfarben gehört auch der Innenputz zu den häufigsten Arten der Wandgestaltung. Denn bei dem Innenputz handelt es sich um einen Wandanstrich, der in vielen Farben und einer großen Anzahl an Strukturen verfügbar ist.

Wir möchten in diesem Beitrag verraten, wie hoch die Kosten für den Innenputz in der Regel ausfallen, wie diese sich berechnen lassen und was beim Innenputz beachtet werden sollte.

Berechnung der Kosten für den Innenputz pro m²?

Die Kosten für den Innenputz betragen je nach Anbieter und Aufwand zwischen 8 und 50 Euro pro Quadratmeter. Am höchsten fallen die Kosten für den Ober- und Unterputz in der Regel bei Neubauten aus, während die Kosten für eine Putzsanierung in Altbauten deutlich geringer ausfallen. In diesem Fall betragen die Kosten pro Quadratmeter zumeist zwischen 8 und 12 Euro, wobei man für einen besonderen Putz mitunter bis zu 30 Euro rechnen muss.

Bei einem Neubau ist ein Unterputz erforderlich. Darauf wird der Oberputz aufgetragen. Bei einem Altbau muss meistens nur der Oberputz erneuert werden.

Darüber hinaus wirken sich allerdings auch die folgenden Faktoren auf den Preis aus:

  • Größe der Wand, die verputzt werden soll
  • Untergrund der Wand
  • Die Art des Putzes
  • Die Qualitätsanforderungen
  • Werden auch die Decken verputzt?
  • Voraussichtlicher Arbeits- und Zeitaufwand

Die Unterschiede zwischen Alt- und Neubauten

Da der Putz bei einem Neubau noch nicht vorhanden ist, wird dort immer sowohl ein Unter- als auch ein Oberputz benötigt. Sofern der Putz mit einem Standardverfahren aufgetragen wird, betragen die Kosten für den Unterputz etwa zwischen 15 und 20 Euro pro Quadratmeter.

Dagegen betragen die Kosten für den Oberputz innen lediglich zwischen 8 und 12 Euro pro Quadratmeter und bei den meisten Altbauten reicht ein Oberputz zumeist aus, dass der Unterputz in der Regel noch vorhanden und in gutem Zustand ist.

Was für Arten von Putz gibt es?

Die verfügbaren Innenputze wissen nicht nur optisch zu überzeugen, sondern haben auch eine positive Wirkung auf das Raumklima wie beispielsweise der ökologische Kalkdämmputz. Dafür muss allerdings erst einmal der passende Innenputz gewählt werden, da sich die erhältlichen Arten anhand der Farbe, Materialien und dem Verwendungszweck unterscheiden und diese zudem auch unterschiedlich aufgetragen werden müssen.

Folgende Putzarten gibt es, wobei hier nur die wichtigsten aufgelistet werden:

  • Glattputz
  • Reibeputz
  • Rauputz
  • Kalk- und Kalk-Zement-Putz
  • Wärmedämmputz
  • Gipsputz
  • Lehmputz
  • Edelputz

Wer mehr über die unterschiedlichen Innenputzarten und worin sich diese unterscheiden erfahren möchte, der erhält unter ploetzlichbauherr.de/innenputz ausführliche Informationen zu diesen.

Wie wirkt sich die Qualität auf die Kosten aus?

Der Putz für Innenwände wird in die Qualitätsstufen Q1 bis Q4 unterteilt. Während ein Q1-Putz zumeist gröber und daher als Untergrund für Fliesen geeignet ist, wird Q2-Putz in der Regel als Tapetenuntergrund verwendet, da dieser weniger grob ist.

Im Vergleich dazu ist der Q3-Putz noch einmal deutlich feiner und eignet sich somit hervorragend als Untergrund für leichte Tapeten oder einen Anstrich der Wand und der feine Q4-Putz kann im Vorfeld einer Lackierung aufgetragen werden.

Der Putz unterscheidet sich allerdings nicht nur, was die Grobheit betrifft, sondern dieser wird auch aus unterschiedlichen Rohstoffen gefertigt.

Als Bauherr muss man damit rechnen, dass je feiner der Putz wird, desto höher wird der Preis pro Quadratmeter.

Erfahrung und Region kann sich auf die Kosten auswirken

Die Preise für den Innenputz können sich je nach Region und Qualifizierung des Handwerkers deutlich unterscheiden. Handwerker mit einem Meistertitel verlangen dabei in der Regel etwas mehr als Handwerker, die keinen Meistertitel vorweisen können. Doch auch in den Großstädten sind die Preise pro Quadratmeter zumeist ein wenig höher als auf dem Land.

Aus diesem Grund sollte man im Vorfeld immer zunächst klären, ob die Anfahrt von dem Handwerker pauschal berechnet wird, was vor allem bei längeren Strecken häufig vorkommt.

Können die Kosten von der Steuer abgesetzt werden?

Die Kosten für Arbeiten, die durch einen Handwerker durchgeführt werden, können im Rahmen der Steuererklärung in der Regel zu 20 Prozent abgesetzt werden. Allerdings können hierbei lediglich die Arbeitskosten inklusive der Fahrtkosten geltend gemacht werden, doch nicht die Kosten für die verwendeten Materialien.

Zudem können maximal 6000 Euro für Handwerkerarbeiten geltend gemacht werden und da man hiervor maximal 20 % mit der Steuer zurückerhält, beträgt die Ersparnis pro Jahr maximal 1200 Euro. Diese Grenze gilt nicht nur für Personen, die alleine wohnen, sondern auch für Ehepaare, die gemeinsam besteuert werden.

Darüber hinaus sollte auch beachtet werden, dass ausschließlich Modernisierungs-, Renovierungs- und Erhaltungsmaßnahmen abgesetzt werden können, von denen die Rechnungssumme bereits vollständig überwiesen und nicht in bar gezahlt wurde. Denn Barzahlungen werden von den Finanzämtern hierzulande nicht anerkannt.

Und wer ein öffentliches Darlehen oder steuerfreie Zuschüsse zur Durchführung der Handwerkerarbeiten in Anspruch genommen hat, kann die Kosten dafür nicht im Rahmen der Steuererklärung absetzen.

Kann man den Innenputz selbst machen?

Wer glaubt, der könne den Innenputz selbst machen und auf diese Weise einen Teil der veranschlagten Kosten sparen, der täuscht sich ganz gewaltig. Denn das Verputzen einer Wand längst nicht so einfach wie mancher vielleicht glaubt, da hierfür heute spezielle Maschinen verwendet werden, die eine äußerst hohe Qualität versprechen.

Somit kann man durch Do-it-Yourself zwar einen Teil der anfallenden Kosten für den Innenputz sparen, was allerdings auch Kosten des Ergebnisses geht. Darum sollte man für den Innenputz besser gleich einen Fachmann engagieren, anstatt sich das Leben grundlos selbst zu erschweren und im Anschluss an das Verputzen ein Ergebnis zu erhalten, mit dem man selbst nicht zufrieden ist.

Nachdem Verputzen des Unterputz muss die Wand geglättet und geschliffen werden. Bereits vor dem Schleifen der Wand muss der Unterputz eine gewisse Ebenheit vorweisen, damit das Endergebnis später auch stimmt. Das Schleifen der Wände ist allerdings noch die leichtere Arbeit und kann auch in Eigenleistung durchgeführt werden.

Sämtliche Kosten im Vorfeld vereinbaren

Damit es nach dem Verputzen auf der Rechnung nicht zu unerwarteten Überraschungen kommt, sollten sämtliche Kosten mit dem Handwerker im Vorfeld fest vereinbart werden. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass alle erforderlichen Nebenarbeiten mit abgedeckt sind, damit es im Anschluss daran nicht zu unvorhergesehenen Kosten auf der Rechnung kommt.

Bei Angeboten sollte zudem berücksichtigt werden, dass bei diesen der Regel eine entsprechende Beschaffenheit des Untergrunds erwartet wird. Für den Fall, dass die Beschaffenheit des Untergrundes in der Folge von den Erwartungen abweicht, sollte bereits im Vorfeld vereinbart werden, wer den Kostenaufschlag zu tragen hat. Denn ohne eine solche Vereinbarung müssen die Kosten grundsätzlich von dem Bauherren getragen werden.

Aus diesem Grund ergibt es auch Sinn, die Angebote mehrerer Anbieter im Vorfeld miteinander zu vergleichen. Dabei sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Beschaffenheit des Untergrunds so genau wie möglich angegeben wird und von den Anbietern ansonsten dieselben Leistungen angeboten werden.

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