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Begrüntes Flachdach: Wesentliche Tipps im praktischen Überblick

Begrüntes Flachdach

Eine Dachbegrünung ist nicht nur ein optisches Highlight – auch die technischen Aspekte überzeugen und machen ein Grünach vor allem im städtischen Bereich zu einer vielseits beliebten Alternative. Als eine der Speerspitzen im ökologischen Bau schafft ein begrüntes Flachdach eine Verbindung zwischen Architektur und Natur und sorgt auch in Innenstädten für eine nachhaltige, grüne Zone.

Natürlich lässt sich eine Dachbegrünung nicht nur auf einem Flachdach realisieren. Allerdings versteht sich von selbst, dass Begrünungen auf Steildächern eher zu den Ausnahmefällen gehören. Allgemein denkt man deshalb, wenn man von einer Dachbegrünung spricht, meistens an ein Flachdach.

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Begrüntes Flachdach: Schutz für das Dach

Eine Begrünung schützt die Dachhaut nicht nur vor starken Temperaturschwankungen, sondern auch vor Einflüssen wie UV- und IR-Strahlung. Genauso schützt sie das Dach aber auch vor hohen Ozonkonzentrationen. Während die übliche Lebensdauer eines Flachdachs bei 20-25 Jahren liegt, kann diese mit einer Dachbegrünung im Bestfall verdoppelt werden.

Ein begrüntes Flachdach sorgt außerdem für einen deutlichen Regenwasserrückhalt. Abhängig von der Art des Gründachs hält es zwischen 30 und 80 Prozent der Niederschläge zurück und führt diese durch Verdunstung wieder dem natürlichen Wasserkreislauf zu. Weiterer Vorteil gerade in städtischen Gebieten: Bei starken Regenfällen kommt es zu einer zeitlichen Versetzung beim Wasserabfluss, wodurch die Kanalisation entlastet wird.

Seit der Einführung der geteilten Abwassergebühr in Deutschland kommt es bei Niederschlägen, also der Regenwasserentsorgung, zu einer getrennten Berechnung. Grundlage für die Berechnung bildet die versiegelte Fläche eines Grundstücks. Gründächer werden deshalb auf ländlicher Ebene oft als Maßnahme zur Entsiegelung genutzt. Die daraus resultierende ökologische Wasserbewirtschaftung belohnt das Amt mit geringeren Abgaben.

Beim Aufbau der Dachbegrünung unterscheidet man zwischen einem extensiven und einem intensiven Aufbau. Mehr zum Aufbau lesen Sie hier.

Begrüntes Flachdach: Gibt es eine Förderung?

Viele große Städte in Deutschland und Österreich fördern Dachbegrünungen: Je nach Größe kann die Förderung 10.000 Euro oder mehr betragen. Die Kriterien sind allerdings, wie bei allen Förderungen, entsprechend strikt. Um die Förderung zu beantragen, sollten folgende Punkte nicht im Wege stehen:

  • Es muss eine Baubewilligung oder ein statisches Gutachten vorliegen.
  • Es muss ein bisher nicht begrüntes Dach zu einem Gründach umgebaut werden oder ein neues Gründach errichtet werden.
  • Die vorgesehene Dachbegrünung sollte im Bebauungsplan nicht vorgeschrieben sein, sonst wird die Förderung meist nur für die Substrathöhe gewährt, die über die geforderte Höhe hinausgeht.
  • Die durchwurzelbare Aufbaudicke sollte mindestens acht Zentimeter betragen.

Weiters muss man die Dachbegrünung auf einer Asbest- und PVC-freien Dachabdichtung aufbringen. Nicht verwenden dürfen Sie, wenn Sie um eine Förderung werben, Dachabdichtungsbahnen mit Wurzelhemmstoffen oder Bioziden.

Was kostet eine Begrünung für das Flachdach?

Die Kosten für eine Dachbegrünung sind sehr unterschiedlich und unterscheiden sich abgesehen von der Größe je nach Aufbauart und Pflanzenauswahl. Für eine extensive Dachbegrünung sollten Sie in Eigenarbeit, nur für das Material, Kosten von rund 25 bis 40 Euro pro Quadratmeter einplanen. Bei einer intensiven Begrünung fallen die Kosten doppelt so hoch aus. Achten Sie hier wie gesagt auf Förderungen und Zuschüsse Ihrer lokalen Behörden.

Sie möchten die Arbeiten für die Dachbegrünung von einem Fachmann erledigen lassen? Dann kommt natürlich der Arbeitslohn auch noch hinzu. Als Richtwert sollten Sie mit einem Preis von rund 1.600 Euro eine Fläche von 30 Quadratmeter kalkulieren, wobei die Kosten für Arbeit je nach Region stark auseinander gehen können und Sie deshalb im Vorhinein immer schriftliche Angebote einholen sollten.

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