Sonntag, 13. Juni 2021
Start Blog

Baugrund kaufen: 5 Tipps die Sie kennen sollten

Grundstück, Baugrund, Wiese

Fragt man Menschen im deutschsprachigem Raum nach ihren Wünschen, dann steht das Eigenheim in Form eines Hauses bei vielen in der Regel ganz oben auf der Liste. Und wer selbst bauen möchte, braucht dafür ein passendes Grundstück. Einen Baugrund zu kaufen erfordert aber nicht nur gute Vorbereitung, sondern auch viel Zeit.

Diese ist aber nötig, um keine unüberlegten Entscheidungen zu treffen. Denn Fehler beim Grundstückskauf lassen sich im Nachhinein schwer oder gar nicht ausbessern.

Baugrund kaufen: Wie finde ich ein Grundstück?

Gerade in den Ballungsgebieten sind die Grundstücke nicht nur selten, sondern meist auch teuer. Doch auch in weniger dicht besiedelten Gebieten kann es zu einer längeren Suche kommen. Auf der To-Do-Liste stehen hier vor allem finanzielle und rechtliche Fragen.

Indes gibt es mehrere Wege, ein Grundstück zu finden. Das Internet ist ist natürlich die erste Wahl für werdende Eigenheimbesitzer: Etliche Immobilienportale oder Plattformen von Immo-Büros stellen die Grundstücke online vor und machen das Suchen und Finden leicht.

Eine weitere Möglichkeit ist, einen Makler mit der Suche nach dem Grundstück zu beauftragen. Viele potenzielle Immobilienkäufer scheuen zunächst die Maklerkosten: Hier muss allerdings klar gesagt werden, dass man nicht nur für die Transaktion der Immobilie zahlt. Immobilienmakler sind Spezialisten auf ihrem Gebiet und kennen sowohl den von ihnen betreuten Immobilienmarkt in und auswendig, bringen darüber hinaus aber auch im Baurecht viel Wissen mit. Man zahlt hier also vor allem für die Expertise eines Fachmanns.

Tipp: Wer am Land bauen möchte, aber zunächst kein Geld für die Suche ausgeben möchte, kann direkt beim hiesigen Gemeindeamt anfragen. Dort hängen vor allem Privatpersonen immer wieder Angebote aus. Bei einer Erschließung eines Wohngebiets durch die Gemeinde kann es auch sein, dass die Gemeinde selbst das Grundstück anbietet.

In Ballungszentren werden Sie auf der Suche nach Grundstücken tendenziell bei Bauträgern fündig werden. Nachteil hier: Meistens sind Sie vertraglich daran gebunden, mit eben diesem Bauträger das Haus zu bauen.

Baugrund kaufen: Worauf genau achten?

Angenommen, Sie gehören zu den Glücklichen, die ein Grundstück gefunden haben, auf dem das Traumhaus platziert werden soll. Woher wissen Sie, ob sie das Haus tatsächlich darauf bauen können? Hier ein kleiner Fahrplan:

1. Sehen Sie den Bebaungsplan ein 

Der erste Schritt ist immer die Einsicht in den Bebaungsplan des Gemeindeamts, in dessen Sprengel sich das Grundstück befindet. Daraus gewinnt man in der Regel bereits viele wertvolle Kenntnisse: Etwa darüber, wie viele Stockwerke gebaut werden dürfen, welche Dachformen zulässig sind oder welcher Mindestabstand zur Nachbarsgrenze eingehalten werden muss.

2. Prüfen Sie den Grundbucheintrag

Ein Blick ins Grundbuch verrät, ob gesetzliche Auflagen oder andere Beschränkungen mit dem Grundstück in Verbindung stehen. Möglich sind Wegerechte, Vorverkaufsrechte oder bestehende Hypotheken.

3. Klären Sie die Erschließung ab

Ohne Erschließung kein Haus: Und ist noch kein Anschluss an das örtliche Kanalisations-, Energie- und Wasserversorgungssystem vorhanden, kann das richtig teuer werden. Beziehen Sie bei den Erschließungskosten auch mit ein, dass diese den Hausbau verzögern.

4. Lassen Sie die Bodenbeschaffenheit prüfen

Gibt es Zweifel bei der Bodenschaffenheit, dann sollten Sie diese jedenfalls von einem professionellen geotechnischen Büro überprüfen lassen. So können etwa Hanglagen, ein erhöhter Grundwasserstand oder ähnliche Gegebenheiten zu teuren aber notwendigen Kellerabdichtungen führen.

5. Besichtigen Sie das Wohnumfeld

Neben dem Grundstück selbst sollte auch das Wohnumfeld in die Entscheidung mit einfließen. Was bringt Ihnen ein besonders günstiges Grundstück, wenn das Gebiet nicht zu Ihnen und Ihrem Lebensstil passt? Werfen Sie einen ganz genauen Blick auf Nachbarschaft, Freizeitangebote und Infrastruktur. Überlegen Sie, ob die Gegebenheiten für Sie akzeptabel sind.

Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

Beim Immobilienkauf fallen neben dem Preis selbst auch eine Reihe an Nebenkosten an. Beziehen Sie das Grundstück über einen Makler, so beträgt die Provision in Österreich zwischen 3% und 4% des Kaufpreises, in Deutschland kann sie sogar bis zu sieben Prozent betragen: Plus Mehrwertsteuer.

Dazu kommen noch die Grunderwerbssteuer (in Österreich 3,5%, in Deutschland je nach Bundesland 3,5% bis 6,5%), Die Grundbuchkosten liegen bei rund 1%. Belasten Sie das Grundstück mit einer Hypothek, was der Regelfall ist, dann fallen dafür rund 1,2% des Kaufpreises an.

Die Notarkosten für das Aufsetzen des Kaufvertrags liegen zwischen 1% und 3%, wobei auch hier die Mehrwertsteuer hinzuzurechnen ist.

Beliebte Artikel

Schon gelesen?

Balkon, Frau auf Balkon

Balkon und Wintergarten bauen: Basiswissen für die Planung

Einen Balkon und Wintergarten zu bauen bietet bei gelungener Gestaltung nicht nur ein Stück idyllischer Natur in den eigenen vier Wänden und eine Alternative...

Abgehängte Decke: Diese Kosten kommen auf Sie zu

Einer der häufigsten Gründe für das Abhängen der Decke ist das Sparen von Energie. Bei einer hohen Zimmerdecke heizt man viel Raumvolumen mit, das...
Obstkisten werden nicht nur für die Lagerung von Früchten verwendet: Auch Möbel oder Dekoration lassen sich aus ihnen fertigen.

Obstkisten aus Holz: Beliebt für Deko und Aufbewahrung

Obstkisten aus Holz tragen ihren Namen, weil sie üblicherweise für das Lagern von Früchten verwendet werden. Die Schlitze seitlich sowie am Boden führen dazu,...
Eine Wandverkleidung aus Echtholz sorgt für ein gesundes Raumklima.

Holz als Wandverkleidung: So steigt der Wohlfühlfaktor

Ob rustikal eingerichtet oder modern: Eine Wandverkleidung aus Holz sieht nicht nur schick aus, sondern verleiht ihrer Wohnung auch einen unvergleichbaren Wohlfühlfaktor. Wir zeigen Ihnen...
Bei Pflaster haben sie grundsätzlich die Auswahl zwischen Naturstein und Beton.

Pflaster im Garten verlegen: Das sollten Sie darüber wissen

Pflaster im Garten zu verlegen verleiht dem Garten einen individuellen Charakter. Ob als Belag für den Gartenweg oder die Terrasse: Die Befestigung aus Beton...
Darum den Garten entwässern: Stehengebliebenes Wasser behindert die Gartengestaltung und kann unter Umständen sogar zu Schäden am Haus führen.

Drainage im Garten: Schluss mit Schlammpfützen im Garten

Nach starken Regenfällen kann es passieren, dass der der Boden auf ihrem Grundstück mehr einem Schlammbad gleicht, als einem Garten. Anschließend kann der Rasen...