Start Blog

Steingarten anlegen: So holen Sie das Alpenfeeling zu sich nachhause

In ihrem natürlichem Umfeld tanken die Alpinpflanzen viel Sonne. Wählen Sie daher eine Südhang für Ihren Steingarten.
In ihrem natürlichem Umfeld tanken die Alpinpflanzen viel Sonne. Wählen Sie daher eine Südhang für Ihren Steingarten.

Für das Alpenfeeling müssen Sie nicht unbedingt auf hohe Berge wandern. Der hauseigene Steingarten bringt Ihnen dieses Gefühl auch direkt in den Garten. Wir sagen: Der Aufwand ist mit einer guten Planung überschaubar und zahlt sich aus. Steingarten anlegen? Kein Problem.

Wichtig ist ein sorgsam gebautes Fundament, die richtige Lage und eine korrekte Auswahl an Steinen und Pflanzen, damit sich diese in ihrer neuen Umgebung auch richtig wohl fühlen.

Mehr zum Thema Naturgarten:

Naturgarten anlegen: Pflanzen- und Artenvielfalt vor dem Haus

Trockenmauer bauen: So wird sie zum Hingucker im Garten

Steingarten anlegen: Südhang für den Steingarten

Die allerwichtigste Entscheidung für den Steingarten ist natürlich seine Lage. Weil die meisten für den Steingarten geeigneten Pflanzen aus Gebirgsregionen stammen, in denen sie tagsüber enorm viel Sonne tanken, sollte der Steingarten in einer Hanglage positioniert sein und am besten als Südhang ausgerichtet sein. Ist der Hang in Ihrem Garten nicht durch natürliche Gegenbenheiten bereits vorhanden, lässt sich dieser künstlich mit einer Aufschüttung erzeugen.

Die Hanglage verhilft außerdem Regenwasser dazu, ablaufen zu können und sich nicht unter den Steinen anzusammeln. Das freut auch die Gebirgspflanzen: Denn dauerhafte Nässe mögen diese so gar nicht.

Steingarten anlegen: Das Fundament

Ist der Platz richtig ausgewählt, legt man das Fundament für den Steingarten aus einem Kiesbett. Dazu wird der Boden etwa 30 Zentimeter tief ausgehoben und jegliches Unkraut mit seinen Wurzeln sorgfältig entfernt. Die Gebirspflanzen sollten sich beim Anwurzeln frei entfalten können. Handelt sich um besonders nährstoffreichen Boden mit viel Lehm oder Ton, müssen Sie unter dem Kiesbett noch eine Schicht Sand verlegen.

Die Oberfläche füllen Sie mit steiniger Erde oder geeignetem Bauschutt auf, woraus Hügel und Täler geformt und so eine Gebirgslandschaft imitiert wird. Danach folgt die letzte Schicht aus steiniger Pflanzenerde sowie Ihrer Auswahl an Steinen und Pflanzen. Je größer die Steine sind, desto tiefer sollten sie eingearbeitet werden, um einen festen Halt zu gewährleisten.

Diese Steine und Pflanzen sind geeignet

Da auch das Kiesbett optisch zu den großen Steinen passen sollte, eignen sich hierfür Gesteine wie Basalt, Schiefer, Naturgranit, Sandstein oder Alpendolomit. Die meisten dieser Gesteinsarten können Sie auch als große Steine finden. Weitere passende Steine sind Quarzit und Gneis.

Tipp: Nutzen Sie trotz Allem vorzugsweise Steine aus Ihrer Region oder dem nächstgelegenen Gebirge. Sie liegen dann klimatisch zumindest in einer nicht allzu weit entfernten Zone und haben dazu noch kurze Transportwege zurückzulegen. Eventuell können Sie die Steine auch persönlich vor Ort abholen.

Typisch verwendete Gebirgspflanzen sind Enzian, Steinkraut, Kriechwacholder, Polsternelken, Blaukissen, Schlüsselblumen, Grasnelken und Glockenblumen. Soll der Steingarten nicht nur im Sommer blühen, sondern auch im Winter einladend sein, eignen sich Nadelbäume als hölzernes Gewächs.

Steingarten nicht nur anlegen, sondern auch pflegen

Weil der Boden für den Steingarten stark wasserdurchlässig sein muss, um die benötigte Trockenheit und Nahrstoffärme für die Gebirgspflanzen zu gewährleisten, kann der Boden schnell zu sehr austrocknen. Bei sehr langen und intensiven Trockenphasen sollten deshalb auch Gebirgspflanzen entsprechend gewässert werden. Praktisch: Die meisten Gebirgspflanzen sind so stabil, dass sie auch den Winter überdauern und nur mit Schnee bedeckt wohlig im Frühling zurückkehren.

Beliebte Artikel

Schon gelesen?

Clevere Dämmung: Mineralwolle lässt sich von Fachleuten wie auch von Heimwerkern gleichermaßen problemlos verarbeiten.

Dämmung aus Mineralwolle: Stabil, belastbar und beständig

Egal ob Neubau oder Sanierung - die Frage nach dem richtigen Dämmstoff ist nicht so einfach geklärt. In den letzten Jahren ist zusätzlich der...
Begrüntes Flachdach

Aufbau der Dachbegrünung: Diese Varianten gibt es

Es gibt zwei Hauptformen beim Aufbau der Dachbegrünung: intensiv und extensiv. Diese unterscheiden sich durch die Menge der genutzten Vegetation. Intensiv begrünte Dächer tragen...
Sonnensegel Balkon

Sonnensegel für Balkon oder Terrasse: Das gibt es zu wissen

Ein Sonnensegel auf der Terrasse oder dem Balkon sorgt für das ultimative Urlaubsfeeling zuhause. Als alternativer Sonnenschutz steht es vor allem in Konkurrenz zum...
Pflastersteine erfreuen sich als Bodenbelag für die Hauseinfahrt großer Beliebtheit.

Hauseinfahrt mit Pflaster oder anderem Bodenbelag?

Der Bodenbelag der Hauseinfahrt zählt wahrscheinlich zu den am stärksten belasteten am gesamten Grundstück. Umso wichtiger ist es zu wissen, welche Materialen sich für...
Wandfarben, Farbeimer

Wandfarben: Warum die Preise so unterschiedlich sind

Ob notwendige Wohnungsrenovierung oder nur kreativer Neuanstrich nach Lust und Laune: Fast jeder von uns ist schon einmal durch den Baumarkt geschlendert und hat...