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Nebenkosten beim Hauskauf: Eine praktische Übersicht

Hauskauf

Bei jedem Immobilienkauf entstehen unausweichlich Nebenkosten – und diese sind teilweise nicht unerheblich. Aktuell muss man davon ausgehen, beim Hauskauf bis zu 13 Prozent des eigentlichen Kaufpreises an Nebenkosten zusätzlich aufrechnen zu müssen.

Bei einem Haus mit einem Kaufpreis von 300.000 Euro würden die Nebenkosten also 39.000 Euro betragen. Und hier erwischt es oft zukünftige Hausbesitzer kalt: Kreditinstitute verlangen nämlich in der Regel, dass die Nebenkosten durch Eigenmittel getragen werden müssen.

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Nebenkosten beim Hauskauf: Gebühren für Notar und Grundbuch

Der Kaufpreis selbst ist bei einem Haus immer eine stattliche Summe – die Nebenkosten sind jedoch auch nicht zu verachten. Nicht nur der Verkäufer will Geld sehen, sondern auch der Fiskus und alle anderen Beteiligten. Notar, Grundbuch, Grunderwerbssteuer: Wenn Sie ein Haus kaufen, möchten viele verschiedene Stellen einen kleinen Teil abhaben. Doch diese kleinen Teile summieren sich sehr schnell.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten Nebenkosten und wie hoch diese in etwa ausfallen:

  1. Notarkosten: Etwa 1% vom Kaufpreis
  2. Grundbuch: Etwa 0,5% vom Kaufpreis
  3. Grunderwerbssteuer: 3,5% bis 6,5% vom Kaufpreis je nach Bundesland
  4. Maklerprovision: Ca. 3 bis 7,14% vom Kaufpreis inkl. MwSt.
  5. Immobiliengutachten: Etwa 500 bis 1.000 Euro

Nebenkosten beim Hauskauf im Detail

Kaufen Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung über einen Makler, dann will dieser natürlich seinen berechtigten Anteil haben. Die Provision des Maklers ist in Deutschland gesetzlich nicht geregelt und kann frei verhandelt werden. In den meisten Fällen gilt die ortsübliche Courtage, die je nach Region zwischen drei und sieben Prozent beträgt.

Beim Erwerb eines Hauses muss der Kaufvertrag von einem Notar beglaubigt sein. Der Käufer eines Hauses muss auch dafür sorgen, dass das Eigentum im Grundbuch umgeschrieben wird. Das geschieht beim zuständigen Amtsgericht. Insgesamt liegen die Notar- und Grundbuchskosten bei rund 1,5% des Kaufpreises.

Die Grunderwerbssteuer fällt an, sobald die Immobilie gekauft ist: Das Finanzamt lässt Ihnen den Steuerbescheid „freundlicherweise“ direkt zukommen. Die Höhe der Grunderwerbssteuer ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich und liegt in Deutschland zwischen 3,5% und 6,5% vom Gesamtkaufpreis – also Grundstück und Gebäude. Am höchsten ist die Grunderwerbssteuer in Schleswig-Holstein, Thüringen, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und im Saarland. Am günstigsten kommen Sie in Bayern und Sachsen davon.

So können Sie Grunderwerbssteuer sparen

Für die Berechnung der Grunderwerbssteuer zählt nur der Wert der Immobilie, nicht jener des Inventars. Das heißt: Wenn Sie ein Haus mit Gebäudebestandteilen erwerben, etwa ein Heizöltank, eine Sauna oder auch Möbel, dann fällt dafür keine Grunderwerbssteuer an. Diese Hausbestandteile werden im notariellen Vertrag einzeln aufgeführt. Sie können deshalb aus dem Kaufpreis herausgerechnet werden und sind so frei von Grunderwerbssteuer.

Kaufen Sie beispielsweise ein Haus um 350.000 Euro und 40.000 davon entfällt auf die Innenausstattung, dann bleiben nach Abzug 310.000 Euro übrig. Die Grunderwerbssteuer beträgt also je nach Bundesland zwischen 1.085 und 2.015 Euro. Achtung: Wenn Sie viel rausrechnen, etwa 10% und mehr, fällt das dem Finanzamt natürlich auf. Sie brauchen für die Innenausstattung also Belege.

Nebenkosten beim Hauskauf: Der Immobiliengutachter

Selbst für geübte Handwerker ist es nicht einfach, die Bausubstanz eines Gebäudes in allen Bereichen korrekt einzuschätzen. Für die meisten Hauskäufer empfiehlt es sich daher, einen Immobiliengutachter zu engagieren. Ein solcher Gutachter kostet Sie rund 500 Euro.

Im Vergleich zur Kaufsumme des Hauses sind diese Kosten also vernachlässigbar. Denn das Gutachten gibt Ihnen Sicherheit darüber, ob das Haus auch wirklich seinen Preis wert ist oder ob es grobe, sanierungsbedürftige Schäden gibt und Sie lieber Ihre Finger vom Kauf lassen sollten.

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