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Maulwurf im Garten: So vertreiben Sie ihn mit Hausmittel

Was viele nicht wissen: Der Maulwurf ist ein Nutztier. Er frisst Schädlinge und vertreibt Wühlmäuse.
Was viele nicht wissen: Der Maulwurf ist ein Nutztier. Er frisst Schädlinge und vertreibt Wühlmäuse.

Auch wenn Gartenliebhaber in der Regel Tierfreunde sind – den liebevoll gepflegten Garten mit etlichen Pflanzen, Bäumen und Sträuchern durch einen Maulwurf im Garten und seine Erdhügel verwüstet zu sehen, ist den meisten dann doch zu viel. Ist ist möglich, den Maulwurf mit Hausmittel zu vertreiben.

Doch nicht immer ist klar, was man genau tun kann und was erlaubt ist, um dem Maulwurf zu zeigen, wer der „Herr im Garten ist“. Wir zeigen Ihnen deshalb, wie Sie den ungebetenen Gast wieder aus Ihrem Garten vertreiben.

Maulwurf im Garten: Die Maulwurfshügel

Warum gräbt der Maulwurf überhaupt seine Hügel? Sein unterirdisches Labyrinth ist keineswegs das Ergebnis blinder Wut oder eine einfache Freizeitbeschäftigung – für den flotten Gräberling ist der Tunneltrakt überlebenswichtig. Maulwürfe haben einen besonders aktiven Stoffwechsel und scheiden große Mengen Kohlendioxid aus. Neben der Funktion als Jagdgebiet dienen die Gänge also vor allem in Kombination mit den Hügeln als Belüftungssystem.

Was viele nicht wissen: Der Maulwurf ist ein Nutztier. Er frisst Schädlinge und vertreibt Wühlmäuse. Auf seinem Speiseplan stehen Engerlinge, Schnakenlarven und Schnecken. Bis zu 120 Gramm an Kleintieren verspeist er pro Tag – das entspricht etwa der Hälfte seines Körpergewichts.

Achtung: Maulwürfe stehen unter strengem Naturschutz! Sie dürfen weder gejagt, gefangen und schon gar nicht getötet werden.

Sie fühlen sich nur in qualitativ gutem Boden wohl: So gesehen ist die Präsenz des Maulwurfs also eine Auszeichnung für den Gärtner. Möchte man ihn trotzdem nicht im Garten haben, darf man ihn natürlich vertreiben. Das sollte am besten schnell gehen: Hat sich der Maulwurf erst mal fest angesiedelt, wird es schwierig.

Maulwurf mit Hausmittel vertreiben: So geht es

Strengen Geruch mag der Maulwurf überhaupt nicht. So ist eine Möglichkeit, eine Mischung aus Molke und Buttermilch in die Gänge zu gießen. Der saure Geruch der Milchprodukte beleidigt die feinen Maulwurfnasen. Genauso helfen gequetschte Knoblauchzehen.

Sie haben einen Hollunderstrauch im Garten? Eine Jauche aus einem Kilogramm Holunderblättern und 10 Litern Wasser eignet sich perfekt als Stink-Attacke auf den kleinen Buddler.

Der Maulwurf mag keine Geräusche: Er hasst Lärm und Getrampel über seinem Kopf. Spielende Kinder stören ihn nur. Auch in den Boden gesteckte Flaschen, über die der Wind pustet, sind einen Versuch wert.

Praktischer geht es jedoch mit im Handel erhältlichen Geräten zur Maulwurfabwehr, die einfach in den Hügel gesteckt werden und den Maulwurf mit Schallwellen vertreiben. Sie laufen in der Regel über Solarenergie und brauchen deshalb keine Stromanbindung oder Batterien. Das konstante Summen ist für den Maulwurf besonderes unangenehm und zwingt ihn, ein anders Revier zu suchen. Zu haben ist der „Maulwurfschreck“ bereits zwischen 15 und 30 Euro pro Einzelgerät.

Bei neuem Garten: Maulwurfsperre integrieren

Falls es nicht gelingt, den Maulwurf mit einem Hausmittel zu vertreiben, gibt es auch andere Möglichkeiten. Eine Maulwurfsperre besteht aus einem großen Netz oder Gitter, das in den Boden integriert wird und die Maulwürfe am Durchkommen hindert. Allerdings muss dafür der Garten komplett neu gestaltet werden – diese Variante ist also sehr aufwendig. Steht jedoch aus anderen Gründen eine Neugestaltung des Gartens an, kann man die Sperre gleich mit in die Planung integrieren.

Das Gitter liegt „nur“ horizontal unter dem Rasen – der Maulwurf ist also nach wie vor da. Er gelangt nur nicht mehr an die Oberfläche, um seine Hügel zu errichten und die Erde abzulegen.

Haben Sie Interesse am Verlegen einer solchen Maulwurfabwehr? Das Ökosystem, das der Boden unter dem Rasen bildet, darf durch das Maulwurfgitter nicht durcheinander gebracht werden. Achten Sie darauf, dass:

  • die Graswurzeln ungehindert weiter wachsen können.
  • das Gitter nicht verstopft, um Staunässe zu verhindern.
  • Regenwürmer nach wie vor durchschlüpfen können, um ihre nützliche Arbeit zu verrichten.

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