Sonntag, 13. Juni 2021
Start Blog

Komposthaufen anlegen: Die Basics für den eigenen Kompost

Verwerten Sie ihre organischen Abfälle, denn Kompost ist der Bodenverbesserer schlechthin. Ihre Pflanzen werden es Ihnen danken.
Verwerten Sie ihre organischen Abfälle, denn Kompost ist der Bodenverbesserer schlechthin. Ihre Pflanzen werden es Ihnen danken.

Ein Komposthaufen im eigenen Garten ist mehr als nur ein Haufen Biomüll. Mit dem richtigen Knowhow wird so aus Garten- und Küchenabfällen die wertvolle Komposterde, das „Gold des Gärtners“. Damit es nach dem Anlegen vom Komposthaufen mit dem Kompostieren auch klappt, müssen Sie nur einige Dinge beachten.

Machen Sie sich die Kraft der Natur zu Nutze und kompostieren Sie Ihre Garten- und Küchenabfälle. Bodenlebewesen und Mikroorganismen unterstützen Sie dabei und wandeln diese Reste in wertvollen Humus um.

Komposthaufen anlegen: Der richtige Standort

Bei der Wahl des Standorts spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Zum einen sollte der Komposter schattig und windgeschützt aufgestellt werden. Bäume oder Sträucher bieten zum Beispiel entsprechenden Schutz. Zum anderen soll der Komposter für Sie gut erreichbar sein. So lässt er sich in den Haushalts- und Gartenalltag optimal integrieren.

Damit Bodenlebewesen und Mikroorganismen ihre Arbeit im Komposthaufen so gut wie möglich verrichten können, ist es wichtig, dass der Boden des Kompostplatzes nicht durch Beton, Stein oder andere Materialen versiegelt ist. Stellen Sie also sicher, dass die Bodenlebewesen ungehindert aus dem Erdreich in den Kompost gelangen können.

Übrigens: Ratten und Mäuse haben im Komposthaufen nichts verloren. Um ihn vor ungebetenen Gästen zu schützen, kann ein engmaschiges Drahtgitter angebracht werden.

Was darf auf den Komposthaufen?

Für den Komposthaufen geeignet sind unter anderem: Obst- und Gemüseabfälle, Kaffeefilter, Teebeutel, Tee- und Kaffeesud, verdorbene Milchprodukte, Eierschalen, Grünschnitt, Rasen, Heu, Stroh, Laub, Rinde, Sägemehl und Blumenreste.

Kein Platz ist für: Kunststoffe, Glas, Metall, Asche, Zigaretten, Staubsaugerbeutel, Farben, Öle, Pflanzenschutzmittel, Bauschutt, Nussschalen, nichtpflanzliche Speisereste, Zitrusfrüchte, kranke Pflanzenteile und Katzenstreu.

Nur bedingt für den Komposthaufen geeignet sind zum Beispiel: Kranke Pflanzenteile, Fleisch und Knochenreste, samentragende Unkräuter, Papier und Karton, große Abfälle wie Äste und Zweige.

Komposthaufen anlegen: Auswahl des Komposters

Geht es um die Auswahl des geeigneten Komposters gibt es im Wesentlichen zwei Möglichkeiten: Den klassischen Haufenkomposter oder den Thermokomposter. Sie unterscheiden sich in Kompostierdauer und Optik. Wer kein Problem hat, dass der Komposthaufen gut einsehbar ist, kann sich für den Haufenkomposter entscheiden. In Siedlungen entscheiden sich aber viele für den geschlossenen Thermokomposter.

Beim Haufenkomposter kommt es zu einer besseren Durchlüftung des Komposts. Die Dauer der Verrottung ist aber länger und dadurch steigt auch die Zeit, bis die Komposterde „reif“ ist.

Schneller geht es beim sogenannten Thermokomposter. Dabei handelt es sich um ein geschlossenes System und die Kompostierung ist in rund fünf bis acht Wochen abgeschlossen.

Wann ist die Komposterde fertig?

Grundsätzlich gilt: Sobald sich der Kompost in braune, krümelig, lockere Erde verwandelt hat, ist er „reif“. In der Regel müssen Sie dafür bei einem Haufenkomposter mit mindestens neun Monaten, bei einem Thermokomposter mit rund fünf bis acht Wochen rechnen. Aber aufgepasst: Ist der Kompost noch zu jung, kann es sein, dass er pflanzenunverträglich ist.

Beliebte Artikel

Schon gelesen?

Steinwolle, Innendämmung

Innendämmung: Diese Möglichkeiten gibt es

Wenn es um die Dämmung eines Hauses geht, denkt man nicht selten an die Isolierung der Außenfassade. Doch es gibt Fälle, in denen die...
Brennholz sollte beim Verfeuern eine Restfeuchtigkeit von 20 Prozent aufweisen. Dafür ist eine optimale Lagerung erforderlich.

Brennholz lagern: Diese Bayern zeigen wie es richtig geht

Heizen mit Holz erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Kachelofenbesitzer schätzen beispielsweise die angenehme Strahlungswärme, andere wiederum den Blick ins Feuer ihres Holzofens...
Nach dem Schleifen und Reinigen geht es ans Streichen: Fangen Sie hierbei mit der Zierleiste und dem Türfalz an.

Türen streichen: Tipps für ein Ergebnis wie vom Profi

Die meisten Türen in Eigenheimen bestehen aus Holz – und nach Jahren ist oft ein neuer Anstrich notwendig. Das ist auch keine Überraschung: Schließlich...
Vordächer müssen nicht nur einen praktischen Zweck erfüllen. Richtig ausgeführt wirken sie auch als gestalterisches Element.

Das Vordach beim Haus: Witterungsschutz und Blickfang zugleich

Ein elegantes Vordach beim Haus ist immer auch ein Blickfang. Schließlich beeinflusst diese Überdachungsvariante gemeinsam mit der Haustür den ersten Eindruck des Hauses –...
Schornstein sanieren

Schornstein sanieren: Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

Der Schornstein ist Tag für Tag starken Temperaturschwankungen ausgesetzt: Von außen durch die Witterung, von innen durch Hitze. Es verwundert deshalb nicht, dass man...
Richtiges Lüften sorgt für gutes Raumklima und trägt damit zu unserem Wohlbefinden bei.

Richtig lüften im Überblick: So garantieren Sie Wohngesundheit

Ob im Fernsehen, im Radio oder in der Zeitung: Ständig heißt es: "Richtig lüften!" Doch wer kann auf Anhieb wirklich etwas damit anfangen? Wie...