Start Blog

Heizung im Wintergarten: Diese Möglichkeiten gibt es

Eine Fußbodenheizung ist nur bedingt für den Wintergarten geeignet. Was halten Sie stattdessen von einem Kaminofen?
Eine Fußbodenheizung ist nur bedingt für den Wintergarten geeignet. Was halten Sie stattdessen von einem Kaminofen?

Ein Wintergarten erfordert nicht nur im Bau, sondern bereits bei der Planung viel Zeit und Hingabe. Auch bei der Auswahl der Heizung im Wintergarten sind entsprechendes Fachwissen und eine gut durchdachte Vorgehensweise gefragt.

Das wichtigste Auswahlkriterium für die Heizung ist, ob der Wintergarten als erweiterter Wohnraum genutzt wird, oder nur als Warm- bzw. Kaltwintergarten. Die verschiedenen Systeme und Heiztypen haben wir für Sie in diesem Artikel zusammengefasst.

Mehr zum Thema Wintergarten:

Einen Wintergarten planen: Wir zeigen Ihnen die Basics

Pflanzen für den Wintergarten: Blütenpracht auch im Winter

Balkon und Wintergarten bauen: Basiswissen für die Planung

Heizung im Wintergarten: Systeme im Überblick

Eine Fußbodenheizung ist generell energieeffizienter, allerdings für den Wintergarten aufgrund verschiedener Eigenschaften nachteilig. Ein rasches Runterdrehen der Fußbodenheizung ist nicht möglich. Sobald die Sonne hineinscheint und eine Heizung nicht mehr notwendig ist, führt das zu einer Überhitzung des Wintergartens.

Umgekehrt verhält es sich genauso: Bei besonders niedrigen Temperaturen ist eine Fußbodenheizung nicht schnell genug mit der Erwärmung. Eine Fußbodenheizung sollten Sie deshalb mit anderen Systemen kombinieren, um ein schnelleres Reagieren zu ermöglichen.

Entlang der Glasflächen montieren

Heizkörper sollten entlang der Glasflächen montiert werden, weil es sich dort um die kältesten Stellen im Wintergarten handelt. So wird mögliche Zugluft und Kondenswasserbildung an den Glasscheiben vermieden. Klassische Konvektionsheizkörper direkt vor einer Glasfläche sehen aber nicht besonders schick aus. Deswegen greift man hier gerne zu Unterflurkonvektoren, die in den Fußboden integriert werden.

Infrarot-Heizstrahler oder ähnliche Systeme mit Strahlungswärme werden in der Regel nicht alleine, sondern in Kombination mit anderen Heizsystemen eingesetzt. Der größte Vorteil liegt in der Mobilität und Flexibilität, Wärme an einem bestimmten Punkt im Wintergarten zu konzentrieren, was besonders bei großen Wintergärten oft gewünscht ist. So ist kein gesamtes Aufheizen des Wintergartens erforderlich. Strahlungswärme wirbelt im Gegensatz zu Heizkörpern keinen Staub auf und trocknet auch die Luft nicht aus.

Heizung im Wintergarten: Verschiedene Typen

Ein temperierter Warmwintergarten kommt mit einem Anschluss an das hauseigene Heizungssystem völlig aus. Um die Verschwendung von Wärme auf ein Minimum zu senken, sollten die Heizelemente eines Wintergartens aber immer als letztes Glied im Heizungsrücklauf des Brennwertkessels fungieren. So senken Sie die Temperatur des Rücklaufwassers.

Elektroheizungen gibt es in den verschiedensten Arten und Ausführungen. Sie sind besonders flexibel und erwärmen den Raum besonders schnell. Allerdings ist der Stromverbrauch hoch. Elektrische Heizmatten sind im Wintergarten ein gerne genutztes Wärmesystem. Es gibt aber auch Elektro-Fußbodenheizungen, die von der Zentralheizung des Hauses unabhängig sind und so im Gegensatz zur „richtigen“ Fußbodenheizung ein rascheres Aufheizen des Raums gewährleisten. Weitere Möglichkeiten einer Elektroheizung sind Infrarot-Strahler, Strahlungsheizkörper oder beheizbare Scheiben.

Ein Kaminofen ist wie gemacht für den Wintergarten. Nicht nur sorgt er mit seiner behaglichen Strahlungswärme für ein angenehmes Aufheizen des Raums, sondern auch für eine besondere Gemütlichkeit. Achtung ist jedenfalls geboten, wenn es um die Pflanzen im Wintergarten geht. Strahlt ein Kamin zu viel Wärme ab, ist eine Beschädigung der Pflanzen nicht ausgeschlossen. Bei der Planung hat die Position des Kamins also eine sehr wichtige Rolle, wenn man im Nachhinein nicht in einem Wintergarten voll mit verwelkten oder gar verdorrten Pflanzen stehen will.

Beliebte Artikel

Schon gelesen?

Fassase, Wand, Leiter

Fassade streichen: Mit diesen Tipps klappt es mit dem Neuanstrich

Wenn die Fassade langsam bröckelt und ihr hübsches Äußeres zu verschwinden droht, wird ein Neuanstrich fällig. Fassade streichen klingt einfach: Doch auch hier sind...
Beleuchtung, Wohnzimmer

Beleuchtung im Wohnzimmer: 5 Tipps für mehr Behaglichkeit

Die richtige Beleuchtung im Wohnzimmer im Eigenheim will gut geplant sein. Von der Farbtemperatur bis zu Helligkeit und Stromverbrauch gibt es auch hier etliche...
Pool selber bauen

Einen Pool selber bauen: welche Materialien darf man verwenden?

Ein eigener Pool im Garten ist der Traum jedes Eigenheimbesitzers. Im Sommer ins kühle Nass zu springen, ohne dafür mit vollgepacktem Auto zu einem...
Clevere Dämmung: Mineralwolle lässt sich von Fachleuten wie auch von Heimwerkern gleichermaßen problemlos verarbeiten.

Dämmung aus Mineralwolle: Stabil, belastbar und beständig

Egal ob Neubau oder Sanierung - die Frage nach dem richtigen Dämmstoff ist nicht so einfach geklärt. In den letzten Jahren ist zusätzlich der...
Randsteine aus Granit

Randsteine aus Granit: So viel kosten die praktischen Allrounder

Randsteine aus Granit sind kostengünstig und vielfältig: Sie eignen sich sowohl zur äußerlichen Abgrenzung und Befestigung von Wegen, als auch für Blumenbeete. Sie sind...