Montag, 14. Juni 2021
Start Blog

Corona als Gefahr für Haustiere: Schweizer Behörde klärt jetzt auf

Ist Corona auch für Haustiere eine Gefahr? Die schweizer Bundesbehörde gibt nun Auskunft darüber...
Ist Corona auch für Haustiere eine Gefahr? Das Schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) gibt in einer Stellungnahme Auskunft.

Schockmoment für alle Haustierbesitzer! Vor nicht einmal einer Woche tauchen plötzlich Überschriften von angesteckten Tieren auf: Ein Hund soll mit dem gefährlichen COVID-Virus infiziert sein. “Corona beim Haustier”: Die Meldung geht schnell viral – doch stimmt das wirklich?

Wir klären auf, ob etwas an den Gerüchten dran ist und ob Sie als Haustierbesitzer jetzt spezielle Maßnahmen ergreifen müssen.

COVID-19 bei Hund: Was ist dran?

Diese Schlagzeile lief Hundebesitzern eiskalt den Rücken runter: Vergangenen Freitag sei das Virus bei einem Hund in Hongkong nachgewiesen worden. Die Meldung verbreitete sich rasant und wurde in den Sozialen Medien reichlich geteilt. Doch was ist wirklich dran? Ein genauerer Blick klärt auf.

So wurde das Corona-Virus beim Hund “lediglich” im Bereich der Schnauze nachgewiesen. Keine Überraschung: Die Besitzerin trug den Virus in sich, war also daran erkrankt und hatte mit dem Hund gespielt und geschmust. Das Virus wurde beim Hund also gefunden – infiziert war er jedoch nicht. Es gab keinen Speichel- oder gar Bluttest, der Das Gegenteil in Erfahrung gebracht hätte.

Corona beim Haustier: Schweizer Bundesbehörde klärt auf

Das garantiert natürlich nicht, dass Tiere bzw. Haustiere sich nicht trotzdem anstecken könnten. Wie groß ist nun die Gefahr, dass man das Virus auf ein Haustier übertragen könnte oder sich bei einem Tier infizieren könnte?

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) formuliert in einer Stellungnahme glasklar: “Es gibt keinerlei Anzeichen, dass das Virus bei Hunden oder Katzen auftritt. Im gleichen Zug gibt es keine Hinweise, dass das Virus von diesen Heimtieren auf den Menschen übertragen werden könnte.”

Eine tatsächliche Übertragung des Corona-Virus zwischen Mensch und Tier ist also bisher nicht nachgewiesen und offensichtlich auch nicht wahrscheinlich. Von Expertenseite wird diese Gefahr als sehr gering eingeschätzt. Durchatmen heißt es also für alle Haustierbesitzer.

Corona beim Haustier: Allgemeine Maßnahmen zur Vorbeugung

Trotzdem sollte man den allgemeinen Schutz für Haustiere deshalb nicht außer Acht lassen und entsprechende alltägliche Maßnahmen in den Tagesablauf integrieren.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt demnach, sich nach jedem Kontakt mit Haustieren die Hände zu waschen. Denn natürlich gibt es auch weitere Krankheiten, die Tiere in sich tragen können, so etwa Salmonellen oder E.coli-Bakterien.

Darf ich mit meinem Hund noch Gassi gehen?

Aber natürlich! Da wie oben beschrieben eine tatsächliche Infizierung bei Haustieren, weder bei Hunden noch bei Katzen nachgewiesen wurde, können Sie im Rahmen Ihrer üblichen Spaziergänge wie immer auch mit dem Hund Gassi gehen. Informieren Sie sich darüber hinaus regelmäßig über die aktuellen Corona-Regeln in Ihrem Land.

Dies gilt logischerweise nicht, falls Sie selbst mit dem Corona-Virus infiziert sind. Hier sollten Sie generell den Kontakt zu Tieren und auch Menschen so weit wie möglich meiden. Ist das, speziell im Falle von Haustieren, nicht möglich, dann beachten sie folgende Hygienevorkehrungen: Körperkontakt auf das Nötigste beschränken, Atemschutzmaske tragen und regelmäßig die Hände waschen. Speziell vor und nach dem Berühren eines Tieres!

In diesem Artikel hat auch der Österreichische Tierschutzverein viele praktische Tipps und Tricks im Umgang mit Haustieren während der Corona-Krise zusammgenstellt.

Beliebte Artikel

Schon gelesen?

Eine Flächenheizung mit Kapillarrohrmatten gilt als besonders effizient.

Kapillarrohrmatten als Heizlösung für Wand, Boden und Decke

Kapillarrohrmatten werden in Gebäuden als Flächenheizung eingesetzt und entweder im Fußboden, in der Wand oder in der Decke verbaut. Daher wird diese Flächenheizung oft...

Einrohrsystem: Kann diese Heizung mit modernen Heizformen mithalten?

Bei einer Einrohrheizung sind die einzelnen Heizkörper über eine Ringleitung miteinander verbunden. Alle Heizkörper eines Heizkreises sind an derselben Leitung angeschlossen. Diese Leitung transportiert...
Strommast

Elektrosmog reduzieren: So verringern Sie unnötige Strahlung

Elektrogeräte machen das Leben einfacher. Ein Alltag ohne die elektrischen Helferchen ist in der westlichen Welt kaum denkbar. Aber nicht immer ist die ständige...
Pool selber bauen

Einen Pool bauen: Kosten und nützliche Infos im Überblick

Einfach in den Garten zu laufen und in das eigene Schwimmbad zu hüpfen, um sich an heißen Sommertagen die wohl verdiente Abkühlung zu gönnen:...
Holzwerkstoffplatten gibt es in vielen Ausführungen, Dicken und in verschiedenen Zusammensetzungen.

Holzwerkstoffplatten: Diese Arten gibt es und das können sie

Holzwerkstoffplatten sind verpresste oder verklebte Furnierhölzer, Holzspäne oder Holzfasern. Größter Vorteil: Natürliche Unregelmäßigkeiten, die Holz normalerweise aufweist, können ausgeglichen werden. Die Platten sind frei...
Wintergarten

Einen Wintergarten planen: Wir zeigen Ihnen die Basics

Die kalte Jahreszeit im warmen Hausinneren mit Blick in den weißen Garten zu verbringen, gehört zum Traum jedes Eigenheimbesitzers. Der Wintergarten-Bau sollte aber nicht...